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Ehemaliger Mafiosi berichtet über Aufnahmerituale

Rom (dts) - Der geständige Mafia-Boss Maurizio P. hat Einzelheiten über die Praktiken der Camorra in Neapel enthüllt. Dem "Zeit"-Magazin sagte er, dass jeder Neueinsteiger zunächst ein Aufnahmeritual zu bestehen hatte. Gewöhnliche Neueinsteiger mussten mindestens einen Mord als Aufnahmeprüfung durchführen.

Potentielle Neumitglieder, die zuvor für einen verfeindeten Clan tätig waren, mussten gar ein Familienmitglied ermorden, um ihre Loyalität unter Beweis zu stellen. Auch über die Aktivitäten der Mafia in Deutschland berichtete P.: "Für uns war Deutschland Drogenabsatzland ... Man darf nicht zu viele Leute kaltmachen, vor allem keine Deutschen, und nicht allzu sehr bei der Justiz anecken, ansonsten kann man in Deutschland prima arbeiten." Der Mafiosi wurde 2003 verhaftet und arbeitet seit 2007 mit der Justiz zusammen. Er lebt heute versteckt unter Polizeischutz.
Italien / Kriminalität / Justiz
15.03.2011 · 13:04 Uhr
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