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Edward Snowden: Ein Computerspezialist fordert die USA heraus

Berlin (dpa) - Edward Snowden hat eine der größten Geheimdienstaffären der vergangenen Jahren ans Licht gebracht. Der eher unscheinbare Computerspezialist hatte zunächst für den US-Geheimdienst CIA gearbeitet und war unter anderem in Genf stationiert.

Später wechselte er zu der Vertragsfirma Booz Allen Hamilton. Für Booz arbeitete er als externer Mitarbeiter bei der National Security Agency (NSA). Als Systemadministrator hatte er Zugriff auf viele Dokumente - und kopierte tausende Unterlagen.

Seine Motivation: Er habe Ausmaß und Missbrauch der NSA-Überwachungsprogramme aufdecken wollen. «Sie haben keine Ahnung, was alles möglich ist», sagte der inzwischen 30-Jährige kürzlich in seinem ersten Videointerview. «Die NSA nimmt die Kommunikation von allen ins Visier... Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles, was ich tue, jeder, mit dem ich rede, jede Regung von Kreativität oder Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird.»

Die US-Regierung sieht Snowden als Abtrünnigen und sucht ihn wegen Geheimnisverrats. Nach einem Treffen mit Journalisten in Hongkong floh Snowden im Juni nach Moskau, wo er zunächst wochenlang im Transitbereich des Flughafens festsaß. Inzwischen hat er in Russland für ein Jahr Asyl gewährt bekommen. Sein Wohnort wird aus Sicherheitsgründen geheimgehalten.

Geheimdienste / Snowden / USA
01.11.2013 · 15:43 Uhr
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