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EC-Karten funktionieren wieder beim Einkauf

Probleme bei EC- und KreditkartenGroßansicht
Berlin (dpa) - Das Einkaufen mit EC-Karte ist in Deutschland wieder problemlos möglich. Nach einer Woche Ärger mit abgelehnten Zahlungskarten gaben Einzelhandel und Kreditgewerbe Entwarnung.

Ein neues Programm für die Zahlungsterminals an den Ladenkassen machte das System wieder funktionstüchtig. Im europäischen Ausland werden EC- und Kreditkarten aber noch immer häufig abgelehnt. Dort kann die Umstellung von Geldautomaten und Händler-Lesegeräten noch länger dauern.

Banken und Sparkassen wollen die Gebühren erstatten, die ihren Kunden entstanden sind, weil sie vorübergehend am Automaten nicht an Geld kamen. Die Einzelheiten müssten die Kunden allerdings mit ihrer jeweiligen Bank klären, hieß es am Freitag beim Sparkassen- und beim Bankenverband. Die Panne mit rund 30 Millionen fehlerhaft programmierten EC- und Kreditkarten trat seit dem Jahreswechsel auf. Ein Programm im Mikrochip verarbeitete die Jahreszahl 2010 nicht richtig. Die meisten Automaten geben bereits seit Donnerstag wieder Bargeld an alle Karteninhaber aus.

Die Einschränkungen im Einzelhandel waren offenkundig nicht so groß wie zunächst angenommen. «Das Problem war relativ überschaubar», sagte ein Sprecher des Bankenverbands. Große Handelsketten wie Rewe, Penny, Promarkt, Mediamarkt und Galeria Kaufhof hatten nach eigenen Angaben keinerlei Schwierigkeiten. Sie benutzen Software-Versionen, die mit allen Chipversionen von EC- und Kreditkarten zurechtkommen.

Sparkassenpräsident Heinrich Haasis sagte, auch wenn ein externes Programmierhaus für den Fehler verantwortlich sei, könnten die Kunden fehlerfreie Leistungen von Sparkassen und Landesbanken erwarten. Sie sollten deshalb nicht mit Gebühren belastet werden, die sich aus dem Ausweichen auf andere Zahlungsmittel ergeben. In diesem Sinne äußerte sich auch der Bundesverband deutscher Banken.

Wer wegen des Softwarefehlers nur Geld an Automaten fremder Institute bekommen konnte, solle die Gebühren dafür zurückerhalten, sagte ein Sprecher des Bankenverbands. Das gelte auch für Abhebungen am Schalter oder wenn Bargeld ins Ausland transferiert werden musste. Der Sparkassenverband erläuterte, möglich sei beispielsweise auch, dass ein Institut auf einen Teil einer Pauschalgebühr fürs Girokonto verzichte.

Ein Umtausch von Karten ist aber noch nicht vom Tisch, weil das Programm in den fraglichen Chips den Fehler noch immer enthält. Die einzelnen Banken und Sparkassen müssen entscheiden, ob sie die Karten austauschen oder versuchen, die Chips umzuprogrammieren. Das könnte nach Expertenangaben dadurch geschehen, dass der Chip beim Einführen der Karte in einen Geldautomaten umprogrammiert wird, so dass der Datumsfehler nicht mehr auftritt. Die Einzelheiten müssen aber noch geprüft werden.

Banken / Sparkassen / Verbraucher
08.01.2010 · 16:46 Uhr
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