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E10-Debakel: «Verbraucher steht als verloren da»

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Leipzig (dpa) - Verbraucherschützer versprechen sich wenig vom «Benzingipfel» zum Debakel beim umstrittenen Biosprit E10. Egal, was am Dienstag herauskommen werde: «Letzten Endes wird es auf dem Rücken der Verbraucher ausgetragen», sagte der Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, Roland Pause am Montag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Leipzig.

Die Verbraucher seien verunsichert. Sie wüssten nicht, ob ihr Auto überhaupt E10 verträgt. Die Klimabilanz des Ökokraftstoffs sei umstritten. «Durch die Verunsicherung traut sich der Verbraucher gar nicht, E10 zu tanken, sondern greift lieber zum teureren SuperPlus», sagte Pause. Er mutmaßte zudem, dass schon vor der Einführung von E10 an der Preisspirale gedreht wurde, damit der Ökokraftstoff attraktiver erscheine.

Sollte der Kaufstreik an den Zapfsäulen zur Rücknahme von E10 führen, sei wiederum der Verbraucher der Dumme. Dann nämlich müssten die Mineralölkonzerne Strafzahlungen leisten - gerechnet wird mit 2 Cent pro Liter. «Das legen sie sowieso auf die Kunden um und am Ende steht der Verbraucher als verloren da», kritisierte Pause.

Vorschläge, wie das Debakel um E10 nachträglich gemildert werden könnte, hat Pause nicht. «Was will man machen, wenn der Verbraucher einmal verunsichert ist?» Er glaube, der Markt werde über das Schicksal des Ökokraftstoffs entscheiden. Der Verbraucherschützer fällt ein vernichtendes Urteil zur E10-Einführung: «Das war eine Schnapsidee.»

Energie / Benzin
07.03.2011 · 12:32 Uhr
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