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Dutzende Tote bei Anschlägen gegen Pilger im Irak

Irakische Sicherheitskräfte In Kerbela: Dort findet das Arbain-Fest zum Gedenken an den schiitischen Märtyrer Hussein statt. Bei Anschlägen kamen über 40 Menschen ums Leben.Großansicht
Bagdad (dpa) - Bei erneuten schweren Anschlägen gegen schiitische Pilger sind am Freitag im Irak Dutzende Menschen getötet und mehr als 150 weitere verletzt worden.

Bei einer doppelten Bombenexplosion im südirakischen Wallfahrtsort Kerbela starben mindestens 41 Pilger, berichtete die irakische Nachrichtenagentur Aswat al-Irak unter Berufung auf Krankenhausärzte. 144 weitere Menschen erlitten Verletzungen. In Kerbela, 100 Kilometer südlich von Bagdad, fand am selben Tag das Arbain-Fest zum Gedenken an den schiitischen Märtyrer Hussein statt, zu dem Hunderttausende Pilger aus dem ganzen Irak geströmt waren.

Ein Bus mit Pilgern, die aus Kerbela zurückkehrten, fuhr im Süden von Bagdad auf einen Sprengsatz. Ein Insasse starb und elf weitere wurden verletzt, meldete Aswat al-Irak unter Berufung auf die örtliche Polizei. Frühere Augenzeugenberichte, denen zufolge Raketen im Zentrum von Kerbela eingeschlagen sein sollen, wurden später nicht bestätigt.

Die Arbain-Feierlichkeiten fanden unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt. Rund 30 000 Polizisten und Soldaten wurden aufgeboten, um das religiöse Großereignis gegen Terrorangriffe sichern. Die Terroristen konzentrierten sich deshalb auf die Anfahrtswege und Stellen außerhalb des Sicherheitsringes. Am Mittwoch hatte ein Selbstmordattentäter im Osten von Kerbela 25 Menschen, am Montag eine Selbstmordattentäterin bei einer Raststation für Pilger in Bagdad fast 50 Menschen getötet.

Konflikte / Irak
05.02.2010 · 19:40 Uhr
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