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Durchbruch im iranischen Atomstreit

Teheran (dts) - Der Iran hat zugestimmt, sein Uran im Ausland anreichern und zu Brennstäben verarbeiten zu lassen. Der Durchbruch im festgefahrenen Atomstreit gelang nach 18-stündigen Verhandlungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad mit dem brasilianischen Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva und dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan. Der Iran wird 1.200 Kilogramm niedrig angereichertes Uran in der Türkei zwischenlagern und im Gegenzug 120 Kilogramm höher angereichertes Uran für seine medizinischen Forschungsreaktoren erhalten. Der Austausch könne innerhalb eines Monats stattfinden, wenn die internationale Atomenergiebehörde IAEA sowie die USA, Frankreich und Russland der Vereinbarung zustimmen, so der iranische Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast. Der Iran hatte den Kompromissvorschlag der IAEA, Uran im Ausland anreichern zu lassen, bislang stets abgelehnt. Der Dreiergipfel galt als letzte Chance des Iran, neue Sanktionen zu verhindern. Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel ziviler Forschung ein militärisches Atomprogramm zu betreiben.
Iran / Türkei / Brasilien / Militär / Weltpolitik
17.05.2010 · 12:58 Uhr
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