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Durchbruch bei Pflege-Mindestlohn möglich

Pflegehilfskräfte haben gute Chancen, zukünftig einen Mindestlohn zu erhalten.Großansicht
Passau/Berlin (dpa) - Im Ringen um einen gesetzlichen Mindestlohn für Hunderttausende Pflegehilfskräfte in Deutschland scheint sich eine Einigung abzuzeichnen. «Ich bin sehr zuversichtlich.

Die Positionen liegen nicht mehr so weit auseinander, dass wir uns nicht einigen könnten», sagte Rainer Brückers, Vorsitzender der Pflegekommission beim Arbeitsministerium, der «Passauer Neuen Presse» (Freitag). «Mit etwas gutem Willen kann eine Einigung bei der Sitzung am Montag erreicht werden.»

Die Pflegebranche sei bereits ins Entsendegesetz aufgenommen worden. «Ich gehe davon aus, dass die Bundesarbeitsministerin nach einer Einigung in der Kommission schnell die nächsten Schritte einleiten wird.» Nach Brückers Angaben erhalten Pflegehilfskräfte derzeit bei den meisten Trägern einen Stundenlohn zwischen acht und zehn Euro. Es bestehe Einigkeit darüber, dass mit Blick auf die bevorstehende volle Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa eine Lohnuntergrenze für die Pflegebranche unverzichtbar sei. Wenn ausländische Unternehmen Pflegeleistungen in Deutschland anbieten, müsse ein Unterbietungswettbewerb bei den Löhnen ausgeschlossen werden.

In der Pflegekommission sind die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die kommunalen und privatwirtschaftlichen Arbeitgeber sowie Diakonie und Caritas vertreten. Nach dem Entsendegesetz kann die Kommission der Bundesarbeitsministerin einen Mindestlohn vorschlagen, der dann gegebenenfalls für alle Arbeitgeber verbindlich gemacht wird.

Arbeitsmarkt / Pflege
26.02.2010 · 08:09 Uhr
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