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Drohendes Unwetter stoppt Kampf gegen Ölpest

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Washington (dpa)- Im Golf von Mexiko kommt der Kampf gegen die Ölpest wegen eines nahenden Unwetters zum Erliegen. Der Tropensturm «Bonnie» schwächte sich allerdings zu einem Tief ab, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte.

Eine Sturmwarnung bestehe aber weiterhin für Teile der US-Küste, berichtete der Fernsehsender CNN.

Einsatzleiter Admiral Thad Allen hatte den Abzug der meisten Schiffe nahe der Unglücksstelle angeordnet. «Jetzt ist es unsicher, daher verlassen wir die Region», sagte Allen am Freitag (Ortszeit). Insgesamt werde der Kampf gegen die Ölpest durch das Unwetter vermutlich um 10 bis 14 Tage zurückgeworfen.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum geht davon aus, dass erste Vorboten der Schlechtwetterfront am späten Samstagabend (Ortszeit) die Region der Umweltkatastrophe vor der US-Küste erreichen. Bereits zuvor fegte «Bonnie» mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 56 Stundenkilometer über Florida hinweg.

Es blieb unklar, ob das Unwetter noch an Kraft zunimmt, bevor es die Stelle erreicht, wo im April die Bohrinsel «Deepwater Horizon» im Meer versank. Die Kappe, die das Ölleck in 1500 Meter Tiefe seit einer Woche erfolgreich abdichtet, soll bis auf weiteres verschlossen bleiben, hieß es. Eine Beobachtung der Abdeckung ist wegen «Bonnie» bis auf weiteres nicht möglich.

US-Präsident Barack Obama informierte sich über die Lage. Er forderte, dass der Kampf gegen die Ölpest sofort nach dem Unwetter wieder aufgenommen wird.  

Umwelt / Wetter / USA
24.07.2010 · 08:52 Uhr
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