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Drogenboss: Touristenmord war Versehen

Hinter dem Strand von Acapulco ist die Skyline der Stadt zu sehen (Archivbild). Für 20 Touristen endete der Besuch in dem Urlaubsparadies vor einigen Wochen tödlich.

Mexiko-Stadt (dpa) - Der mexikanische Drogenboss Carlos Montemayor González hat ein rivalisierendes Drogenkartell beschuldigt, versehentlich 20 Touristen getötet zu haben.

Montemayor, Schwiegervater des Drogenbosses Edgar Valdez Villareal («La Barbie») war am Dienstag unter dem Verdacht festgenommen worden, für den Massenmord in Acapulco vor einigen Wochen verantwortlich zu sein.

Nach Angaben der Polizei sagte er aus, das neue «Unabhängige Kartell von Acapulco» («Cida») habe die 20 Männer aus dem Bundesstaat Michoacán für Mitglieder des Kartells «La Familia» gehalten. Ihnen sei unterstellt worden, in die Region Acapulco vordringen zu wollen.

Zuvor hatte «Cida», wie die Zeitung «El Universal» am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden berichtete, Montemayor beschuldigt, den Mord begangen zu haben. 18 der getöteten Männer waren später in einem Massengrab in einer Bananenplantage gefunden worden. Es lag in der Nähe von Acapulco, dem bekanntesten Touristenort Mexikos am Pazifik.

Montemayor war bis zu seiner Festnahme der Statthalter der Gruppe von «La Barbie», der Ende August gefasst worden war. Nach Angaben Montemayors war nach der Festnahme «La Barbies» ein Machtkampf in dessen Kartell «Beltrán Leyva» entbrannt, der zur Spaltung führte. Die Mitglieder der neuen Gruppe «Cida» hätten nicht akzeptiert, dass er die Führung übernehmen sollte, deshalb wollten sie ihm den Touristenmord anlasten.

Kriminalität / Mexiko
25.11.2010 · 15:21 Uhr
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