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Drogenboss bietet mexikanischer Regierung Deal an

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Mexiko-Stadt (dpa) - Das mexikanische Drogenkartell «La Familia» hat dem Präsidenten des Landes, Felipe Calderón, angeblich einen «nationalen Pakt» angeboten.

Ein Mann, der sich als eine Führungsfigur des Kartells vorstellte, sagte am Mittwoch in einem Telefonat mit einem lokalen Fernsehsender in Michoacán: «Wir wollen zu einem Konsens kommen. Ich weiß nicht wie, aber wir müssen das schaffen.» Das Kartell hatte seit Ende der vergangenen Woche vor allem im Bundesstaat Michoacán insgesamt 19 Polizisten und Soldaten getötet, nachdem einer ihrer Anführer festgenommen worden war.

Innenminister Fernando Gómez Mont schloss am Mittwochabend Verhandlungen mit dem Drogenkartell kategorisch aus. «Die Regierung von Mexiko führt keinen Dialog, macht keinen Pakt und wird niemals mit kriminellen Organisationen verhandeln.» Die Regierung werde ihren Kampf gegen die Organisierte Kriminalität entschieden fortsetzen. Zahlreiche Sicherheitsexperten sind der Überzeugung, dass die mexikanische Regierung gegen die vor allem in den Regionen herrschenden machtvollen Kartelle nicht gewinnen kann.

Unterdessen trafen am Donnerstag 1500 Bundespolizisten in Morelia, der Hauptstadt von Michoacán, ein. Gemeinsam mit 1200 bereits eingesetzten Polizisten und Soldaten sollen sie in den kommenden Tagen eine Offensive gegen die Kartelle in dem Bundesstaat westlich von Mexiko-Stadt durchführen.

Mexico / Kriminalität
16.07.2009 · 16:46 Uhr
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