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Dritter Wahlgang: Linke legt sich nicht fest

Gauck besucht die Links-FraktionGroßansicht
Berlin (dpa) - Die Linke will über ihr Verhalten in einem dritten Wahlgang bei der Bundespräsidentenwahl erst kurzfristig entscheiden. Daran änderte auch eine 50-minütige Diskussion der Bundestagsfraktion mit dem rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck am Dienstag nichts.

«Wenn es wirklich einen dritten Wahlgang geben sollte, dann brauchen wir nach dem zweiten eine längere Pause», sagte Fraktionschef Gregor Gysi nach dem Treffen. Er vermute aber, dass sich an der kritischen Haltung der Linken-Abgeordneten zu Gauck nichts geändert habe. «Dazu waren die Widersprüche dann letztlich auch zu deutlich.»

Sowohl Gauck als auch Linken-Abgeordnete beschrieben die Diskussion als sachlich. «Es gab eine erstaunliche Bereitschaft zum Zuhören», sagte Gauck. «Es war nie eine unangenehme oder sehr gespannte Atmosphäre», meinte auch Gysi. Der Fraktionschef zeigte sich sicher, dass der schwarz-gelbe Kandidat Christian Wulff im ersten oder spätestens zweiten Anlauf gewählt werde. Die Abgeordneten von Union und FDP würden es nicht zulassen, dass die Linke über das neue Staatsoberhaupt entscheide.

Die Linke hat mit der Abgeordneten Luc Jochimsen eine eigene Kandidatin aufgestellt, die auf jeden Fall auch in einem zweiten Wahlgang im Rennen bleiben würde. Im dritten Anlauf würde die einfache Mehrheit für die Wahl zum Bundespräsidenten reichen. Der Linken könnte dann eine entscheidende Rolle zukommen.

Bundespräsident / Linke / Gauck
29.06.2010 · 17:16 Uhr
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