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Dresscode unauffällig: Alle Blicke für die Braut

Königin Margrethe II. und Prinz HenrikGroßansicht
Stockholm (dpa) - Bei einer Hochzeit sollen sich alle Blicke auf die Braut richten, deshalb werden die Damen zumeist gebeten, sich in etwas unauffälligere Roben zu hüllen.

Bei der Trauung der schwedischen Kronprinzessin hielten sich zumindest die Prinzessinnen aus Victorias Generation an dieses ungeschriebene Gesetz und wählten Kreationen in dezenten Farben.

Mary von Dänemark kam in einem gedeckten türkisfarbenen, Mette- Marit von Norwegen in einem zart wasserblauen Kleid, Máxima aus den Niederlanden wählte eine figurbetonte, rauchfarbene Spitzenrobe, Letizia, die Ehefrau des spanischen Thronfolgers Felipe, ein hautfarbenes Spitzenkleid, das ihre fragile Silhouette betonte.

Die Brautmutter war in fliederfarbene Spitze gehüllt. Victorias jüngere Schwester Madeleine in ein himmelblaues Kleid, das perfekt zu ihrem blonden Haar und ihre blauen Augen passte - eine Augenweide. Dass der 28-Jährigen nach der Trennung von ihrem Verlobten Jonas Bergström nicht zum Feiern zumute war, sah man ihr immer dann an, wenn sie sich unbeobachtet fühlte.

Während der Brautvater wie die meisten Männer Uniform, behängt mit Orden und Schärpen trug, kam Victorias Schwiegervater im Smoking, seine Frau hatte ein sehr schlichtes graues Ensemble gewählt.

Standesgemäß trugen die anwesenden Königinnen farblich etwas dicker auf. Die norwegische Monarchin Sonia war in korallenrotes Plissee gehüllt. Auf ein elegantes Bordeaux-Rot war die Wahl der niederländischen Königin Beatrix, auf kräftiges Königsblau die der jordanischen Monarchin Rania gefallen. Die spanische Königin Sofía kam in Altrosa und in Begleitung ihrer drei erwachsenen Kinder. König Juan Carlos hatte die anstrengende Reise nur wenige Wochen nach einer Lungen-Operation nicht mitgemacht.

Der britische Hof hatte Prinz Edward und seine Ehefrau Sophie Rhys-Jones geschickt, die sich in einem grauen Kleid ebenfalls bedeckt hielt. Wer den Blick über Victorias Patentante, Königin Margrethe II. von Dänemark, schweifen ließ, wendete ihn schnell wieder ab: Die 70-Jährige war in einem giftgrünen Kleid erschienen, das förmlich ins Auge stach.

Der japanische Thronfolger Naruhito war entgegen der Ankündigung, dass er seine in den vergangenen Jahren an Depressionen erkrankte Frau Masako mitbringen werde, doch allein erschienen. Kronprinzessin Masako leidet nach offiziellen Angaben an «Anpassungsstörungen» an die strengen höfischen Pflichten.

Fürst Albert II. von Monaco kam mit Dauer-Freundin Charlene Wittstock am Arm. Die in eine cremefarbene Robe gekleidete Südafrikanerin, die seit Jahren mit Spekulationen über eine bevorstehende Hochzeit im Fürstentum lebt, musste in der Kirche aber hinter ihrem Begleiter Platz nehmen.

Monarchie / Schweden
20.06.2010 · 12:38 Uhr
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