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Drei Rentenerhöhungen in Folge möglich

Ein Rentnerpaar spaziert durch eine Saarbrücker Parkanlage.Großansicht

Berlin (dpa) - Den mehr als 20 Millionen Rentnern winken mindestens drei Rentenerhöhungen in Folge. Die Erhöhung dürfte bis 2013 bei jeweils rund einem Prozent liegen, meldete die «Bild»-Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Bundesregierung zur Lohnentwicklung.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministerium sagte, die Berichte über konkrete Rentenerhöhungen seien «Spekulationen», an denen er sich nicht beteiligen wolle. Allerdings gebe es «positive Signale».

Nach Prognosen des Bundeswirtschaftsministeriums ist bei den Bruttolöhnen und -gehältern je Arbeitnehmer 2010 und 2012 mit einem Anstieg von jeweils 2,2 Prozent zu rechnen, im laufenden Jahr sind es 2,1 Prozent. Die endgültigen Zahlen sind die Basis für die Berechnung der Rentenanpassung im darauffolgenden Jahr.

Fachleute wie der Freiburger Sozialexperte Bernd Raffelhüschen halten eine Rentenerhöhung um jeweils ein Prozent bis 2013 für realistisch. «Auf Basis der Zahlen ist mit einem Anstieg der Renten um jährlich gut ein Prozent zu rechnen», sagte Raffelhüschen der Zeitung.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) wollte die Prognosen nicht bestätigen. «Die Höhe der Rentenanpassung bis 2013 seriös vorauszuberechnen, ist nicht möglich», sagte ein Sprecher auf dpa-Anfrage. Die Höhe der Rentenanpassung 2011 stehe erst im Frühjahr dieses Jahres fest. Es gebe nach wie vor «zwei Unbekannte: Die Höhe der für die Rentenanpassung maßgebenden Lohnentwicklung und die Wirkung des Nachhaltigkeitsfaktors». Allerdings hatte die DRV-Spitze selbst schon im vergangenen November eine Rentenerhöhung von etwa einem Prozent für 2011 ins Gespräch gebracht.

Sollte es eine Erhöhung in dieser Größenordnung geben, würde eine Monatsrente von 750 Euro um etwa 7,50 Euro angehoben. Bei 1200 Euro wären es 12 Euro monatlich mehr. Dass die Lohnerhöhungen deutlich kräftiger ausfallen als die Rentenaufschläge hat damit zu tun, dass rein rechnerisch ermittelte Rentenerhöhungen zur Hälfte wieder eingesammelt werden, also gar nicht bei den Rentnern ankommen. Auf diese Weise werden zwei außerplanmäßige Rentenerhöhungen der vergangenen Jahre und die unterbliebene Rentenkürzung im Westen schrittweise wieder kassiert.

In einer neuen Forsa-Umfrage für den Finanzdienstleister AWD äußerten 91 Prozent die Überzeugung, dass die gesetzliche Rente allein im Alter nicht ausreicht. 72 Prozent der Befragten sprachen sich gegen die Anhebung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre aus. Vor allem Ostdeutsche und Bürger mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 3000 Euro halten davon nichts.

Rente
27.01.2011 · 14:21 Uhr
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