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Drei Bundeswehrsoldaten sterben in Afghanistan

Kundus (dts) - Bei Gefechten in der Nähe des nordafghanischen Kundus sind drei deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Eine Patrouille aus deutschen und afghanischen Einheiten ist heute Mittag unter schweren Beschuss geraten. Bei einem Ausweichmanöver seien die Soldaten mit ihrem Transportpanzer "Fuchs" in abschüssiges Gelände geraten und dabei in einen Wassergraben gerutscht. Dabei soll das Bundeswehr-Fahrzeug auf dem Dach gelandet sein, wodurch die Soldaten offenbar nicht rechtzeitig aus dem Panzer kamen und vermutlich ertrunken sind. Verteidigungsminister Franz Josef Jung zeigte sich bestürzt und sagte heute in Kiel, dass er "eine traurige Nachricht zu überbringen habe". Die drei Soldaten seien "im Einsatz für den Frieden gefallen", so Jung weiter und sprach den Angehörigen sein Mitleid aus. Der Einsatz müsse jedoch fortgesetzt werden, da sich die Sicherheitslage um Kundus verschärft habe. Laut Jung muss den Terroristen entgegengetreten werden. Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich tief getroffen von dem Tod der drei Soldaten. Zugleich verurteilte Steinmeier "den feigen Angriff, der zu ihrem Tod geführt hat, auf das Schärfste". Bisher sind beim Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan 35 deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Erst Ende April wurde ein Bundeswehrsoldat von Aufständischen getötet, als eine Patrouille in einen Hinterhalt gelockt wurde.
DEU / Afghanistan / Auslandseinsatz / ISAF
23.06.2009 · 22:32 Uhr
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