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dpa-Nachrichtenüberblick POLITIK, Samstag, 29.10.2011 - 18 Uhr

13 US-Soldaten und vier Afghanen in Kabul getötet

Kabul (dpa) - Beim bislang schwersten Anschlag auf die Internationale Schutztruppe Isaf in Kabul sind 13 US-Soldaten getötet worden. Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Washington. Der Selbstmordattentäter riss nach offiziellen Angaben in der afghanischen Hauptstadt außerdem drei Zivilisten - darunter zwei Schulkinder - und einen Polizisten mit in den Tod. Nach Kabuler Polizeiangaben sprengte der Angreifer sich in einem mit Sprengstoff gefüllten Auto in die Luft gesprengt. Ziel sei ein Isaf-Konvoi gewesen.

Tödliche Kämpfe in Syrien

Kairo (dpa) - Syrische Truppen und zur Opposition übergelaufene Deserteure haben sich auch heute in der Rebellenhochburg Homs blutige Gefechte geliefert. Dabei wurden nach Angaben von Aktivisten mindestens drei Menschen getötet und fünf verletzt. Die Truppen des Staatschefs Baschar al-Assad hätten die Stadt den zweiten Tag in Folge beschossen, hieß es. Gestern waren laut Opposition bei Kämpfen und Einsätzen gegen Demonstranten 40 Menschen getötet worden. Dutzende Armeeangehörige seien desertiert. Die Arabische Liga mahnte Assad eindringlich, das Blutvergießen zu beenden.

Selbstmordanschlag in der Türkei - drei Tote und 20 Verletzte

Istanbul (dpa) - Eine Selbstmordattentäterin hat in der Stadt Bingöl im Osten der Türkei zwei Menschen mit in den Tod gerissen und 20 weitere verletzt. Das teilte der Provinzgouverneur Mustafa Hakan Güvencer mit. Die Explosion ereignete sich in der Nähe eines Parteibüros der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Die Türkei feiert heute den 88. Jahrestag der Republikgründung.

Serben errichten neue Barrikade in Nordkosovo

Pristina (dpa) - Im Streit um die vor fünf Wochen errichteten serbischen Barrikaden in Nordkosovo haben sich die Fronten wieder verhärtet: Serben errichteten in der Nähe des umkämpften Grenzübergangs Brnjak eine neue Blockade aus Holz und Erdreich. An dieser Stelle hatte die internationale Schutztruppe KFOR zuvor die Straße von Barrikaden aus Lastwagen freigeräumt. Die Serben hatten in der letzten Woche einige Straßensperren für die KFOR zur Versorgung ihrer Soldaten in Brnjak und am benachbarten Grenzposten Jarinje teilweise geöffnet.

Schindler soll neuer BND-Chef werden

Berlin (dpa) - Der Ministerialdirektor im Bundesinnenministerium, Gerhard Schindler, soll neuer Chef des Bundesnachrichtendienstes werden. Der 58-jährige Jurist soll Ernst Uhrlau ablösen, der Ende des Jahres mit 65 Jahren regulär in den Ruhestand geht. Das wurde der Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen bestätigt. Die SPD- Opposition reagierte zustimmend. Das Bundesinnenministerium wollte die Personalie weder bestätigen noch dementieren. Schindler leitet die Abteilung Öffentliche Sicherheit im Innenministerium und gilt als Fachmann für kriminelle und terroristische Netzwerke.

Unmut an der SPD-Basis über Steinbrück

Berlin (dpa) - An der SPD-Basis gibt es zunehmend Unmut über die Auftritte des ehemaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück, der als ein möglicher Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten gilt. Gleichzeitig sprachen sich führende SPD-Landespolitiker in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» gegen rasche Entscheidungen in der Kandidatenfrage aus. In den Parteigremien erlebe er Skepsis gegenüber dem Vorgehen von Peer Steinbrück, sagte der Berliner SPD-Landeschef Michael Müller. Sein Agieren werde als überinszeniert empfunden. Ähnlich äußerte sich der niedersächsische SPD-Vorsitzende Olaf Lies.

Nachrichtenüberblick / dpa / Politik
29.10.2011 · 17:59 Uhr
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