News
 

dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Al-Kaida-Anschlag auf Flugzeug verhindert

Washington (dpa) - Die CIA hat in Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten einen Bombenanschlag des Terrornetzwerks Al-Kaida auf ein Passagierflugzeug verhindert. Der Al-Kaida-Ableger im Jemen habe geplant, eine Bombe an Bord eines in die USA fliegenden Passagierflugzeugs zu schmuggeln. Das berichtet die «New York Times» unter Berufung auf den Geheimdienst. Das Komplott sei Mitte April, entdeckt worden. Der Sprengkörper sei eine Weiterwicklung der sogenannten Unterhosenbombe, mit der Weihnachten 2009 ein Passagierflugzeug über Detroit in die Luft gesprengt werden sollte.

China weist ausländische Korrespondentin aus

Peking (dpa) - China hat eine ausländische Journalistin ausgewiesen. Die Korrespondentin des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira, Melissa Chan, hat das Land bereits verlassen müssen, berichtete der Auslandskorrespondentenclub in Peking. Hintergrund des Vorgehens ist offenbar die chinesische Verärgerung über die Berichterstattung des TV-Senders. Der letzte bekannte Fall einer Ausweisung eines Journalisten aus China war 1998 ein japanischer Korrespondent. Seit gut einem Jahr hatten die chinesischen Behörden ihren Druck auf ausländische Journalisten spürbar erhöht.

Schäuble: Werden Holland vom Fiskalpakt überzeugen

Hamburg (dpa) - Die Bundesregierung will den künftigen französischen Präsidenten François Hollande von Nachverhandlungen beim europäischen Fiskalpakt abbringen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte in der ARD, man sei in Europa gut damit gefahren, nicht nach jeder Wahl geschlossene Verträge wieder neu verhandeln. Er denke, deswegen werden man auch den neuen französischen Präsidenten, davon überzeugen. Hollande will den ausverhandelten europäischen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin um einen Wachstumspakt ergänzen. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker hat Hollande klar gemacht, dass der Fiskalpakt nicht neu verhandelt wird.

Nach Scheitern von Samaras soll radikaler Linker sondieren

Athen (dpa) - Nach dem Scheitern des Konservativen Antonis Samaras bei ersten Sondierungsgesprächen für eine Regierungsbildung soll jetzt der Vorsitzende des Bündnisses der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, sein Glück versuchen. Wie aus Kreisen der Präsidentschaft verlautete, wurde der Vorsitzende der zweitstärksten Kraft im neuen Parlament eingeladen, um am Nachmittag das Sondierungsmandat zu erhalten. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis haben die Verfechter des im Volk umstrittenen Sparprogramms die Mehrheit im Parlament um zwei Abgeordnete verfehlt.

Polizei fürchtet weitere Salafisten-Krawalle - Karikaturen erlaubt

Bonn (dpa) - Nach den Ausschreitungen in Bonn hat die Polizei Hinweise auf weitere geplante Gewalttaten von Salafisten heute in Köln. Dort ist eine Wahlkampf-Kundgebung der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW geplant. Die Behörden haben es mehr als 100 Islamisten verboten, Kölner Stadtgebiet zu betreten. Außerdem dürfen die Rechtsextremisten von Pro NRW nicht in unmittelbarer Nähe einer Moschee demonstrieren und auch keine islamkritischen Karikaturen zeigen. Verwaltungsgerichte in Minden und Arnsberg hatten das Zeigen der Mohammed-Karikaturen allerdings erlaubt.

Deutscher Arzt soll Timoschenko behandeln

Berlin (dpa) - Die in der Ukraine inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko soll ab heute erneut von einem Arzt der Berliner Charité behandelt werden. Der Neurologe brach nach dpa-Informationen gestern in die Stadt Charkow auf, wo Timoschenko in einem Krankenhaus liegt. Laut der «Berliner Morgenpost» handelt es sich dabei um den Oberarzt der Neurologischen Klinik, Lutz Harms. Die prominente Politikerin leidet an einem Bandscheibenvorfall und befindet sich aus Protest gegen ihre Haftbedingungen im Hungerstreik.

Medien: Netanjahu und Mofas bilden Regierung

Jerusalem (dpa) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der Chef der bisher oppositionellen Kadima-Partei Schaul Mofas haben sich laut Medien überraschend auf die Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit geeinigt. Mofas solle stellvertretender Ministerpräsident werden, berichteten «Haaretz» und «Jerusalem Post» online. Am 4. September waren vorgezogene Wahlen geplant. Hintergrund sind innenpolitische Spannungen. Im Zentrum steht der Streit in der Regierungskoalition über ein Gesetz, das bislang Tausenden strengreligiösen Juden ermöglicht hatte, den Armeedienst zu umgehen.

Nachrichtenüberblick / dpa / Politik
08.05.2012 · 06:39 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
30.05.2017(Heute)
29.05.2017(Gestern)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen