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dpa-Nachrichtenüberblick Politik

USA gedenken der Opfer vom 11. September

Washington (dpa) - Neun Jahre nach den Terror-Anschlägen vom 11. September gedenken die USA heute der fast 3000 getöteten Menschen. Im ganzen Land werden die Nationalflaggen auf halbmast gesetzt. Zudem sind die Amerikaner aufgerufen, um 8.46 Uhr New Yorker Zeit eine Schweigeminute einzulegen. Zu diesem Zeitpunkt explodierte dort damals das erste von 19 Islamisten entführte Passagierflugzeug im World Trade Center. Das Gedenken wird in diesem Jahr überschattet vom Wirbel um einen US-Pastor, der eine öffentliche Koran-Verbrennung angekündigt hatte und damit weltweit Empörung auslöste.

Verwirrung um radikalen US-Pastor hält an

Gainesville (dpa) - Der radikale Fanatiker Terry Jones treibt das Verwirrspiel um seine geplante Koran-Verbrennung im US- Bundesstaat Florida weiter. Nach zahlreichen mehrdeutigen Äußerungen ließ er von seinem Sohn verbreiten, die weltweit kritisierte Aktion werde definitiv nicht heute stattfinden. Ursprünglich wollte der US-Pastor einer winzigen Gemeinde die Koran-Verbrennung am neunten Jahrestag der Anschläge vom 11. September inszenieren. US-Präsident Barack Obama hatte Jones noch einmal eindringlich vor den Folgen einer Koran-Verbrennung gewarnt.

Eberhard von Brauchitsch tot

Berlin (dpa) - Der frühere Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch und seine Frau sind tot. Näheres wurde nicht bekannt. Von Brauchitsch galt als Drahtzieher der Flick-Affäre, die Anfang der 80er Jahre die Bundesrepublik erschütterte. Der damalige Generalmanager des Flick- Konzerns hatte rund 26 Millionen D-Mark an Parteien, Stiftungen und zahlreiche Politiker verteilt. Zu den Empfängern gehörten die FDP-Größen Otto Graf Lambsdorff und Hans Friderichs, die zu hohen Geldstrafen verurteilt wurden. Lambsdorff musste in der Folge als Wirtschaftsminister zurücktreten.

Steinbach löst Diskussion um neue konservative Partei aus

Berlin (dpa) - Nach dem angekündigten Rückzug der heftig umstrittenen Vertriebenenpräsidentin Erika Steinbach aus der CDU-Spitze ist die Diskussion um die Neugründung einer konservativen Partei entbrannt. Wenn jemand mit etwas Charisma dies tun würde, käme eine solche Partei bei Wahlen «spielend» über die Fünf-Prozent-Hürde, sagte Steinbach der «Welt am Sonntag». Sie hatte ihren Rückzug aus dem CDU-Parteivorstand nach heftiger Kritik an Äußerungen zur Rolle Polens beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs angekündigt.

Großdemo gegen Stuttgart 21

Stuttgart (dpa) - Der Protest gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 nimmt kein Ende: Am Abend demonstrierten erneut Zehntausende gegen das Projekt. Sie bildeten eine Menschenkette zwischen den Parteizentralen der CDU und der SPD. In einem «Stuttgarter Appell» fordern bisher mehr als 54 000 Menschen einen Baustopp und eine Bürgerbefragung zu dem Milliardenvorhaben. Das Milliardenprojekt Stuttgart 21 sieht den Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation und die Anbindung an die geplante ICE-Neubaustrecke nach Ulm vor.

Unzufriedene FDP-Abgeordnete wollen Neuausrichtung

Berlin (dpa) - Angesichts schlechter Umfragewerte für die FDP haben unzufriedene Liberale ein parteiinternes Bündnis für eine Neuausrichtung gegründet. Wie die «Bild»-Zeitung berichtet, kritisiert der ins Leben gerufene Liberale Aufbruch den Kurs der Parteiführung und fordert eine Orientierung hin zu einer klassisch- liberalen Partei. In einem Positionspapier bemängeln die Gründungsmitglieder, dass der jüngste Umfrageabsturz tieferliegende Ursachen offenbare. Zu den Gründungsmitgliedern zählt FDP- Finanzexperten Frank Schäffler.

Nachrichtenüberblick / dpa / Politik
11.09.2010 · 08:26 Uhr
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