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Dokumentation: Wortlautauszüge aus der Rede

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Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat die Kampfeinsätze amerikanischer Truppen im Irak offiziell für beendet erklärt. Einige Wortlautauszüge seiner Rede nach einer Übersetzung der Deutschen Presse-Agentur dpa:

«Ich weiß, dass dieser historische Moment zu einer Zeit großer Unsicherheit für viele Amerikaner kommt. (...) Aber dieser Meilenstein sollte allen Amerikanern als Erinnerung dienen, dass wir unsere Zukunft selbst gestalten können, wenn wir mit Zuversicht und Hingabe voranschreiten. Er sollte auch als Nachricht an die Welt verstanden werden, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ihren Führungsanspruch in diesem jungen Jahrhundert aufrechterhalten und verstärken wollen.

(...)

Amerikas Männer und Frauen in Uniform haben auf Schritt und Tritt mit Mut und Entschlossenheit gedient. Als Commander-in-Chief (Oberbefehlshaber) bin ich unglaublich Stolz auf ihre Arbeit. Und wie alle Amerikaner bin ich voller Ehrfurcht vor den Opfern, die sie gebracht haben und die ihre Familien gebracht haben.

(...)

Heute Abend erkläre ich, dass die amerikanische Kampfmission im Irak beendet ist. Die Operation Iraqi Freedom (irakische Freiheit) ist vorbei und das irakische Volk hat jetzt die Hauptverantwortung für die Sicherheit seines Landes. Das war mein Versprechen an das amerikanische Volk, als ich Kandidat für dieses Amt war.

Im vergangenen Februar habe ich einen Plan bekanntgegeben, der unsere Kampfbrigaden aus dem Irak herausholen sollte, während wir unseren Einsatz verdoppelten, die irakischen Sicherheitskräfte zu stärken und die irakische Regierung und die Bevölkerung zu unterstützen. Das ist, was wir getan haben. Wir haben fast 100 000 US-Soldaten aus dem Irak abgezogen. Wir haben hunderte Militärbasen geschlossen oder sie den Irakern übergeben. And wir haben Millionen Ausrüstungsgegenstände aus dem Irak geholt.

(...)

Natürlich wird die Gewalt nicht mit unserer Kampfmission enden. Extremisten werden weiter Bomben zünden, irakische Zivilisten töten und versuchen, religiös motivierte Konflikte zu schüren. Aber letztlich werden diese Terroristen damit scheitern.

(...)

Diesen Krieg zu beenden, ist nicht nur im Interesse des Iraks - es ist auch in unserem Interesse. Die Vereinigten Staaten haben einen hohen Preis dafür bezahlt, die Zukunft des Iraks in die Hände seines Volkes zu legen. Wir haben unsere jungen Männer und Frauen geschickt, um enorme Opfer im Irak zu bringen, und gewaltige Summen in Übersee ausgegeben, während wir zu Hause ein knappes Budget hatten.

Wir haben durchgehalten wegen eines Glaubens, den wir mit dem irakischen Volk teilen - den Glauben, dass aus der Asche dieses Krieges dort an der Wiege der Menschheit ein Neubeginn erwachsen kann. Durch dieses außergewöhnliche Kapitel in der Geschichte der Vereinigten Staaten and des Iraks hindurch haben wir unsere Verantwortung erfüllt. Nun ist es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen.

(...)

Wie ich gesagt habe, gab es Patrioten, die diesen Krieg unterstützt haben, und Patrioten, die gegen ihn waren. (...) Die Größe unserer Demokratie gründet in der Fähigkeit, unsere Differenzen zu überwinden und von unseren Erfahrungen zu lernen, während wir uns den vielen Herausforderungen stellen, die vor uns liegen. Und keine Herausforderung ist grundlegender für unsere Sicherheit als unser Kampf gegen Al-Kaida.

(...)

Wir können nicht für die Afghanen tun, was sie am Ende für sich selbst machen müssen. Deshalb bilden wir afghanische Sicherheitskräfte aus und unterstützen politische Lösungen afghanischer Probleme. Und, im nächsten Juli, beginnen wir mit einer Übergabe in die afghanische Verantwortung. Die Geschwindigkeit des Truppenabzugs hängt von den Bedingungen vor Ort ab - und unsere Unterstützung für Afghanistan wird andauern.

(...)

Tatsächlich ist eine Lehre aus unseren Bemühungen im Irak, dass der amerikanische Einfluss in der Welt nicht alleine von unserer militärischen Kraft abhängt.

(...)

Unglücklicherweise haben wir im vergangenen Jahrzehnt nicht getan, was notwendig war, um die Grundlage unseres eigenen Wohlstands zu stützen. Wir haben mehr als eine Billion Dollar im Krieg ausgegeben, häufig finanziert mit geliehenem Geld aus dem Ausland. Das hat Investitionen in unsere eigene Bevölkerung verknappt und zu Rekordschulden beigetragen.

(...)

Unsere wichtigste Aufgabe ist es, unsere Wirtschaft wieder aufzubauen. (...) Wir müssen der Industrie, die Arbeitsplätze schafft, Starthilfe geben und unsere Abhängigkeit von ausländischem Öl beenden.»

Konflikte / Nahost / USA
01.09.2010 · 10:43 Uhr
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