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Dokumentation: 136 Tote an der Berliner Mauer

DDR-Grenzer tragen im August 1962 den leblosen Körper von Peter Fechter weg. Der bei einem Fluchtversuch niedergeschossene 18-Jährige war zuvor qualvoll im Todesstreifen verblutet.Großansicht
Berlin (dpa) - Die Zahl der Todesopfer an der Berliner Mauer ist erstmals wissenschaftlich dokumentiert. Zwischen 1961 bis 1989 wurden mindestens 136 Menschen getötet oder kamen durch das DDR-Grenzregime ums Leben.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sagte, mit der am Dienstag vorgestellten Dokumentation bekämen die Opfer ihre Würde wieder. Er warnte zugleich vor dem Schönreden des DDR-Systems: «Verharmlosung und Verklärung brechen sich Bahn.»

Das biografische Handbuch ist Ergebnis gemeinsamer Forschungen des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer. Neben den 136 Todesopfern wurden 251 Fälle recherchiert, in denen Reisende während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen starben. Die meisten hätten Herzinfarkte erlitten, sagte Projektleiter Hans-Herrmann Hertle.

Geschichte / Mauer
11.08.2009 · 13:35 Uhr
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