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Diskussion um Antibiotika bei EHEC

Münster (dpa) - Nach der Erbgut-Entzifferung des gefährlichen EHEC-Bakteriums widmen sich Forscher um den Münsteraner Experten Prof. Helge Karch einer möglichen Bekämpfung des Keimes mit Antibiotika.

Es müsse nun geprüft werden, ob die isolierten Darmkeime besonders viel Gift ausschütten, wenn sie mit Antibiotika getötet werden, sagte Karch vom Universitätsklinikum Münster (UKM) am Freitag der dpa. Bislang wurden Antibiotika bei der Behandlung von EHEC-Patienten zurückhaltend eingesetzt, unter anderem aus Sorge vor vermehrter Giftausschüttung. Nun soll laut Karch geklärt werden, in wiefern dies für die als HUSEC041 klassifizierten Keime auch zutrifft, und welche Antibitioka möglicherweise eingesetzt werden könnten. «Diese Fragen testen wir jetzt unmittelbar über das Wochenende, da möchte ich bis Anfang nächster Woche Klarheit haben.»

Die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie hat inzwischen Empfehlungen veröffentlicht, wonach unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise Carbapeneme eingesetzt werden könnten. Auch Experten vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hatten berichtet, Patienten im kritischen Zustand mit Antibiotika zu behandeln. Untersuchungen hatten bereits ergeben, dass der aktuell grassierende Stamm gegen Antibiotika wie Penicillin oder Cephalosporine resistent ist.

Gesundheit / Infektionen
03.06.2011 · 23:14 Uhr
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