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Dioxin-Skandal: Mittlerweile mehr als 4.700 Betriebe geschlossen

Berlin (dts) - Bundesweit sind nach Angaben des Verbraucherministeriums in Berlin inzwischen insgesamt 4.709 Betriebe vorsorglich gesperrt worden. Die meisten Höfe, die möglicherweise mit belastetem Mischfutter beliefert wurden, liegen in Niedersachsen. Bislang war von rund 1.000 Höfen die Rede.

Die Behörden wollen überprüfen, ob an die Höfe verunreinigte Futtermittel geliefert wurden. Laut einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" wurden dioxinbelastete Industriefette schon länger in Futtermittel gemischt als bislang bekannt. Bereits am 19. März 2010 habe ein privates Labor eine Probe des nun in Verdacht stehenden Lieferanten in Schleswig-Holstein beanstandet. Damals wurde rund doppelt so viel Dioxin gemessen wie erlaubt. Diese Informationen habe am Donnerstag das Agrarministerium in Kiel bestätigt, berichtet die Zeitung. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat unterdessen europaweite Regelungen zum besseren Schutz der Lebens- und Futtermittelkette gefordert.
DEU / Gesundheit / Nahrungsmittel / Tiere
07.01.2011 · 08:09 Uhr
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