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Dioxin-Eier: Nach Großbetrieb zwei Kleinerzeuger betroffen

Eier im LaborGroßansicht

Düsseldorf/Minden (dpa) - Nach dem Dioxinfund in den Bio-Eiern eines nordrhein-westfälischen Erzeugers ist das Gift jetzt auch bei zwei kleinen Direktvermarkter in Duisburg gefunden worden.

Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium warnte vor deren Eiern und wies die Stadt Duisburg an, die Betriebe zu sperren. Es handele sich um einen Direktvermarkters mit 120 Bio-Hennen und einen weiteren Betrieb mit 150 Legehennen. Es sieht allerdings bislang keinen Zusammenhang mit der Dioxinverseuchung in einem großen Betrieb in Ostwestfalen, die am Vorabend bekannt wurde.

Dieser Hof liegt im Kreis Minden-Lübbecke, wie die Kreisverwaltung bestätigte. Die Behörden gehen davon aus, dass die Eier längst verkauft sind. Verbraucher und Handel sollen Eier mit der Stempelnummer 0-DE-0521041 schnellstmöglich entsorgen, hieß es, obwohl keine akute Gefährdung gesehen wird.

Details zu der Verseuchung in Duisburg nannte das Ministerium nicht. Sie sei bei amtlichen Routinekontrollen aufgefallen. Eier von dem ostwestfälischen Hof mit rund 25 000 Legehennen hatten eine bis zu sechsmal über dem Grenzwert liegende Konzentration des Dioxin-ähnlichen PCB (Polychlorierte Biphenyle) aufgewiesen. Letztmalig seien dessen Eier am 7. März an einen Verpacker ausgeliefert worden. Sie hatten das Mindesthaltbarkeitsdatum 31. März. Der Betrieb beliefert nach Angaben des Ministeriums vor allem Supermärkte.

«Wir kennen die Ursache noch nicht», sagte der Sprecher des Ministeriums. In dem auf dem Hof aktuell verwendeten Futter seien keine Verunreinigungen gefunden worden. Genauere Erkenntnisse erhoffe man sich von der Analyse der Rückstellproben des älteren Futters. Der Lieferant des Futters sitze in Niedersachsen. Die dortigen Behörden seien eingeschaltet worden. «Auf dem Hof sind auch Bodenproben genommen worden.»

Weil das Mindesthaltbarkeitsdatum der letztmalig vom Hof ausgelieferten Eier abgelaufen sei, liegt nach Einschätzung des Ministeriums vermutlich keine belastete Ware mehr in den Supermärkten. Die belieferten Supermärkte sollen dennoch die Stempelnummer ihrer Eier kontrollieren.

Auf dem Hof werden die Legehennen in vier Ställen gehalten. Bei Eiern aus zwei Ställen seien deutlich überhöhte Dioxinwerte festgestellt worden, bei Eiern aus den beiden anderen Stallungen leicht erhöhte Werte. Ergebnisse der Dioxinanalysen sollen voraussichtlich nicht vor Freitag vorliegen. Der Hof wurde nach dem Fund vorerst gesperrt.

Agrar / Gesundheit
04.04.2012 · 21:46 Uhr
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