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Die Positionen der griechischen Parteien

Athen (dpa) - Nach den Wahlen am Sonntag sind sieben Parteien im griechischen Parlament vertreten. Ihre Positionen sind allerdings zum Teil sehr unterschiedlich:

- Nea Dimokratia (ND) ist mit 129 Abgeordneten die stärkste Kraft. Die Konservative Partei wird von Antonis Samaras geführt. Die ND hatte Griechenland 1981 in die Europäische Gemeinschaft geführt und spricht sich für den Verbleib des Landes in der Eurozone aus. Samaras hat den Gläubigern des Landes versprochen, am Sparprogramm für Griechenland festzuhalten. Dies bestätigte er am Montag. Er wünscht sich eine «Regierung der Nationalen Rettung». Daran könnten sich alle Parteien beteiligen, die für den Verbleib in der Eurozone und die Fortsetzung des Sparkurses sind. Die ND setzt sich gleichzeitig für eine Lockerung des Sparprogramms ein.

- Das Bündnis der Radikalen Linken (Syriza) bekommt voraussichtlich 71 Sitze im Parlament. Syriza ist für den Verbleib in der EU und in der Eurozone. Der Euro sei aber «kein Fetisch», so Parteichef Alexis Tsipas. Athen solle erklären, dass es seine Schulden nicht bezahlen wird. Tsipras hat angekündigt, seine Partei werde in der Opposition bleiben.

- Die Sozialistische Pasok bekommt 33 Abgeordnete. Die Sozialisten unter ihrem Chef Evangelos Venizelos sind dafür, in der Eurozone zu bleiben, fordern aber eine Lockerung des Sparprogramms. Venizelos will eine Regierung auf breitem Fundament.

- Die Unabhängigen Griechen (AE) haben 20 Sitze. Diese Abspaltung aus der konservativen Nea Dimokratia und ihr Chef Panos Kammenos sieht an vielen Stellen «Feinde der Nation»: Die Parteiführung meint, das Land sei «besetzt» von den Geldgebern. Eine Regierungsbeteiligung der ausländerfeindlichen Partei ist unwahrscheinlich.

- Goldene Morgenröte (XA) erhält 18 Sitze. Mit dieser rassistischen, ausländerfeindlichen Partei, die Migranten aus Griechenland vertreiben will, möchte keine andere zusammenarbeiten.

- Die Demokratische Linke (DA) mit 17 Abgeordneten setzt sich für den Verbleib im Euroland, aber auch eine Revision des Sparprogramms ein.

- Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) erhält 12 Sitze. Die Hardliner- Kommunisten sind für den «Austritt Griechenlands aus der Eurozone und der EU jetzt».

Wahlen / Parteien / Finanzen / Griechenland
18.06.2012 · 21:08 Uhr
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