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Die NASA will noch in diesem Jahrzehnt wieder Astronauten zum Mond bringen

Die Pläne der NASA für die nächsten Weltraummissionen sehen ein stufenweises Vorgehen vor: Zunächst soll es noch einmal zum Mond gehen, dann zum Mars und später auch noch zu einem Asteroiden. Für diese Projekte entwickelt das Unternehmen Lockheed Martin einen neuen Weltraumtransporter namens Orion. Dieser flog im Dezember 2014  bereits einmal in die Erdumlaufbahn und absolvierte einen erfolgreichen Jungfernflug. Bisher allerdings war frühestens für das Jahr 2021 der erste bemannte Flug mit der neuen Raumkapsel vorgesehen. Nun drückt die NASA aber aufs Tempo. Robert Lightfoot, stellvertretender Leiter der NASA, hat jedenfalls intern eine Studie in Auftrag gegeben, die aufzeigen soll, wie noch in diesem Jahrzehnt wieder Menschen zum Mond fliegen können.

Mond

Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Airbus und Boeing sind an der Entwicklung beteiligt

Auch erste Gespräche mit den beteiligten Unternehmen haben bereits stattgefunden. Dazu gehören unter anderem auch Boeing und Airbus. So produziert der amerikanische Luft- und Raumfahrtkonzern das sogenannte „Space Launch System“, das die Raumkapseln ins All bringen soll. Das neue System wird dabei über ausreichend Schub verfügen, um auch Reisen über die Erdumlaufbahn hinaus zu ermöglichen. Der europäische Konzern Airbus hingegen entwickelt in Bremen das Service Modul für die Orion-Kapsel. Das Modul hat die Aufgabe die Versorgung mit Treibstoff sicherzustellen und die Astronauten mit Sauerstoff und Wasser zu versorgen. In das Modul integriert ist zudem der Raketenmotor, der die Raumkapsel später dann zum Mond steuern wird.

Donald Trump hat noch keinen neuen NASA-Chef ernannt

Beide Unternehmen zeigten sich Medienberichten zufolge durchaus angetan von der Idee, bereits in diesem Jahrzehnt wieder Astronauten zum Mond zu schicken. Allerdings sind bemannte Raumflüge immer deutlich aufwendiger als unbemannte. So muss beispielsweise eine zusätzliche Rettungskapsel installiert werden. Außerdem ist es bei neu entwickelten Raumfähren eigentlich üblich, dass diese zunächst zu Testzwecken eine Reihe unbemannter Flüge ins All durchführen. Ob der neue ambitionierte Zeitplan der NASA tatsächlich umgesetzt wird, dürfte vor allem von US-Präsident Donald Trump abhängen. Dieser hat in seiner Antrittsrede angekündigt, die Geheimnisse des Weltraums lüften zu wollen, bisher aber noch keinen neuen NASA-Chef ernannt.

Technik / Raumfahrt
[trendsderzukunft.de] · 17.02.2017 · 12:12 Uhr
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