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Die Kritiker: «Jack Hunter und die Jagd nach dem verlorenen Schatz»

Story
Nachdem sein Mentor Professor Frederick Shaffer getötet wurde, begibt sich der attraktive Abenteurer und Archäologe Jack Hunter nach Syrien. Als Experte für die antike Sprache der Ugarit ist er genau der richtige Mann für die gefährliche Mission. Denn nur er kann die Rätsel entschlüsseln, die zu dem sagenumwobenen Schatz der Ugarit führen…

Jack Hunter ist alles andere als ein gewöhnlicher Archäologe. Für seinen Mentor Professor Frederick Shaffer stiehlt er eine antike Schreibtafel aus dem Museum eines privaten Sammlers in Frankreich. Der Professor ist sich sicher, dass in den Versen des uralten Gedichtes der Ugarit Hinweise auf einen sagenumwobenen Schatz verborgen sind.

Der eine Teil des antiken Artefakts, die „Iris“, ist ein kostbares Zepter und soll in Syrien vergraben sein. Der zweite Teil, das „Auge“, soll sich in Ägypten befinden.

Als der Professor umgebracht wird, schwört Jack Hunter, den Mörder zu finden und die Theorie des Professors zu beweisen. In Syrien trifft er die schöne, aber spröde Nadia Ramadan, die für das syrische archäologische Museum arbeitet und ihren Mitarbeiter Tariq. Beide begleiten Jack auf der Suche nach Dr. Ali Mohamed, die letzte Person, die Professor Shaffer angerufen hat.

Auf ihrer Reise werden sie von der mysteriösen Bruderschaft der Hashashin und von Albert Littmann, einem Schatzsucher aus Deutschland und Rivalen von Jack angegriffen. Jack findet heraus, dass Littmann für den feigen Mord an Professor Shaffer verantwortlich ist, und dass er sich im Auftrag der russischen Mafia auf Schatzsuche begeben hat. Jack entschlüsselt das Rätsel und findet die Höhle in den Bergen, in der sich die „Iris“ befindet…

Darsteller
Ivan Sergei («Charmed») ist Jack Hunter
Joanne Kelly («Vanished») ist Nadja Ramadan
Thure Riefenstein («Kommissarin Lucas») ist Albert Littmann
Susan Ward («Just Legal») ist Liz
Mario Naim Bassil ist Tariq Khaliff
Sean Lawlor («Live Fast, Die Young») ist Professor Frederick Shaffer
Muhammed Cangören («Ein Augenblick Freiheit») ist Ali

Kritik
Werden im Fernsehen oder im Kino Archäologen zum Mittelpunkt einer Produktion auserkoren, müssen sie unweigerlich dem Vergleich mit Harrison Ford alias Indiana Jones standhalten. Die Kult-Reihe aus der Ideenschmiede um Steven Spielberg und George Lucas ist die Mutter aller Mystery- bzw. Actionfilme, die sich mit altertümlichen Geheimnissen und Gefahren beschäftigen. Dagegen sehen dann selbst Nicolas Cage in «Das Vermächtnis der Tempelritter» und Micheal Douglas in «Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil» ziemlich alt aus.

Gleiches gilt nun für die neue dreiteilige Action-Reihe «Jack Hunter», die ab dem 05. Juni 2009 jeden Freitag auf RTL II zu sehen ist. Der Auftakt «Jack Hunter und die Jagd nach dem verlorenen Schatz» strotzt nur so vor Klischees und kupfert ungeniert bei seinen Spielfilmvorbildern ab. Im Endeffekt kann der Film nur eine Reihe nett anzuschauender Stars und hübsche Landschaftsaufnahmen bieten. Der Rest ist nur Schall und Rauch.

Schon allein der Titelheld Jack Hunter alias Ivan Sergei, den weiblichen TV-Zuschauern sicherlich aus der Serie «Charmed» bekannt, ist so unoriginell, wie sein Outfit. Dieses besticht nämlich vor allem durch seinen tief ins Gesicht gezogenen Hut – Indy lässt abermals grüßen. Belanglose Sprüche, unausgegorene Dialoge und fade Actionszenen sind aber ebenfalls seine ständigen Begleiter. Die Story an sich erinnert an einen Mix aus allen schon mal dagewesenen Abenteuerfilme – bedient sich aber auch vermehrt bei den Inhalten der ersten drei Indiana Jones Filme. Und da tröstet es auch nicht, das die Story zum Teil auf wahren bzw. überlieferten Informationen basieren soll. Ärgerlich ist auch die Tatsache, dass mit Thure Riefenstein wieder einmal ein deutscher Bösewicht im Film existiert und hier wenig Mut zum Abweichen von den üblichen Stereotypen bewiesen wird.

Was die Story also an Originalität nicht herausholen kann müsste dann natürlich über die Bilder wieder ausgeglichen werden. Aber weit gefehlt. Hunters Bewegungen rund um den Globus werden mit der altbekannten Karte im Bildhintergrund dargestellt und weisen auch keinerlei neue Ideen auf – und in früheren Filmen sah es da auch weitaus schöner aus. Die Tricks, vor allem in der Höhlenszene im letzten Filmdrittel, sind billig und können teilweise nicht einmal mit gängigen TV-Standards mithalten. Stört man sich an all diesen Fakten aber wenig, ist zumindest ein optisch solider Fernsehfilm garantiert.

Die wenigen Pluspunkte sammelt die Reihe mit wunderschönen, zum Teil an Originalplätzen gedrehten Außenaufnahmen. So verschlägt es den Helden gleich in der ersten Folge nach Damaskus bzw. Syrien und Ägypten.

Regisseur Terry Cunningham und die Drehbuchautoren Kevin Moore und Michael Palmieri haben also keinen wirklich großen Wurf abgeliefert. Unterhaltsam und kurzweilig ist ihr Film trotzdem geworden. Wer mit der Serie «Relic Hunter» Vorlieb nehmen konnte, ist bei «Jack Hunter» dann auch gut aufgehoben. Alle anderen sollten lieber ihren DVD-Player betätigen und sich das Original mit Harrison Ford in der Hauptrolle anschauen. Dieses ist dann auch beim 20. Mal um Längen besser.

RTL II zeigt «Jack Hunter und die Jagd nach dem verlorenen Schatz» am Freitag, den 05. Juni 2009, um 20:15 Uhr.
Die Kritiker
03.06.2009 · 10:47 Uhr
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