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Die Kennedys - mächtiger Clan mit Skandalen

John F. KennedyGroßansicht
Hamburg (dpa) - Der mächtige US-Clan der Kennedys geht auf den Geschäftsmann und Politiker Joseph Kennedy (1888-1969) im Bundesstaat Massachusetts zurück. Sein Sohn John F. Kennedy, 1960 zum Präsidenten gewählt, starb 1963 bei einem Attentat.

Robert Kennedy, Bruder des Präsidenten und Justizminister, wurde 1968 erschossen, als er sich um das Weiße Haus bewarb. Edward Kennedy war der letzte der drei berühmten Kennedy-Brüder, deren Großeltern irische Einwanderer waren.

Bis zu seinem Krebstod mit 77 Jahren am Dienstag galt der demokratische Senator Kennedy als gewichtiger Strippenzieher der Macht in Washington. Der Patriarch der Demokratischen Partei saß seit 1962 im Senat. Sein erster Versuch, ins Weiße Haus einzuziehen, endete kurz nach der Bewerbung 1969.

Bei einem Autounfall in Chappaquiddick starb seine mutmaßliche Geliebte auf dem Beifahrersitz. Edward beging Unfallflucht und wurde wegen Totschlags zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der Skandal überschattete seine weitere Karriere, der Weg ins Weiße Haus war verbaut.

Auch andere Mitglieder der katholischen Familiendynastie sorgten für Skandale. Roberts Sohn David Kennedy starb 1984 mit 28 Jahren in einem Hotel in Florida an einer Überdosis Rauschgift. Ein weiterer Neffe Edwards, William Kennedy Smith, wurde nach einer gemeinsamen Bar-Tour mit seinem Onkel wegen Vergewaltigung vor Gericht gestellt, aber freigesprochen.

Edwards Sohn Patrick wurde mit 21 Jahren Kongressabgeordneter, doch verhinderten Drogensucht und Depression eine politische Karriere. Auch Roberts Sohn Joe Kennedy saß einige Zeit im US-Parlament, ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Joes Schwester Kathleen Kennedy-Townsend, seit 1995 Vize-Gouverneurin von Maryland, verlor 2002 die Wahl in ihrem Bundesstaat.

Ein weiteres einflussreiches Familienmitglied ist Maria Shriver. Die Nichte von John, Robert und Edward Kennedy ist die Frau des republikanischen Gouverneurs von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger. Wenige Tage vor Edwards Tod starb am 11. August dessen Schwester Eunice Shriver im Alter von 88 Jahren. Schwarzeneggers Schwiegermutter hatte sich einen Ruf als Kämpferin für die Rechte von Behinderten erworben. Für ihr Engagement wurde sie weltweit geehrt und erhielt 1984 die höchste zivile Auszeichnung der USA, die Freiheitsmedaille.

Innenpolitik / Leute / USA
26.08.2009 · 12:00 Uhr
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