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Die internationale Presse nach Nordkoreas Atomtest

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Hamburg (dpa) - Die internationale Presse kommentiert ausführlich den neuen Atomtest Nordkoreas:

«Neue Zürcher Zeitung»: «Der kränkelnde Diktator Nordkoreas versucht den Druck auf die neue Administration in Washington mit allen Mitteln zu erhöhen. (...) Mit einem weicheren Präsidenten in den USA hofft er wohl auf noch leichteres Spiel als bisher.»

«La Croix» (Paris): «Die von Nordkorea ausgehende Gefahr kann Südkorea und Japan nur dazu bringen, dass sie sich auch mit einem solchen (Atomwaffen-)Arsenal ausstatten wollen. Um sie davon abzuhalten, muss Washington seinen eigenen Atom-Schirm aufrechterhalten.»

«Corriere della Sera» (Mailand): «Offensichtlich braucht Nordkorea immer noch jenen Status der Aufmerksamkeit, den nur Amerika gewähren kann und der vor allem einem Land dient, das einem großen Konzentrationslager gleicht ohne jedes Risiko für die Mächtigen.»

«Nepszava» (Budapest): «Der Zynismus dieses steinzeit- stalinistischen Regimes ist unüberbietbar: Man lässt die Menschen massenhaft umkommen, wenn es den Interessen der politischen Machtelite dient. Das Regime kann nur überleben, indem es Feinde kreiert und die Menschen ständig in Angst und Schrecken hält.»

«The Times» (London): «Normalerweise kann man Schurkenstaaten mit einer Diplomatie begegnen, die durch eine Androhung von Gewalt flankiert wird. Aber dieser Ansatz setzt voraus, dass der Gegner wenigstens ein klein wenig vernünftig ist oder das Risiko scheut. Das sind aber nicht die Wesenszüge der nordkoreanischen Führung.»

«Jyllands-Posten» (Århus): «Sanktionen gegenüber scheint Nordkorea gleichgültig zu sein. Eine militärische Lösung ist aus mehreren Gründen unmöglich, vor allem auch, weil China und Russland sie nicht akzeptieren würden.»

«Kurier» (Wien): «Sanktionen? Damit lebt das kommunistische Nordkorea seit fünf Jahrzehnten. Seine Bevölkerung leidet Not, Kims Kamarilla hingegen beschafft sich ihre Embargo-belegten Güter mit größter Wahrscheinlichkeit trotzdem.»

«ABC» (Madrid): «Nordkorea stellt mit seinem Atomtest China und dessen Ansprüche als Weltmacht auf die Probe. Das Regime in Peking steht nun in der Pflicht, das internationale Recht zu verteidigen und seinen Einfluss auf Nordkorea geltend zu machen.»

«La Repubblica» (Rom): «Und Nordkorea könnte sicher nicht mehr als wenige Wochen überleben, wenn die Volksrepublik (China) ihm die Energieversorgung oder die Nahrungsmittelzufuhr versagen würde.»

«Salzburger Nachrichten»: «Es ist schon erstaunlich, wie lang sich die Großmacht China von Nordkorea auf der Nase herumtanzen lässt. (...) Für die Bande in Pjöngjang zieht Peking hingegen notfalls im Sicherheitsrat die Bremse an - damit nur ja keine allzu scharfen Sanktionen gegen Nordkorea verhängt werden.»

International / Pressestimmen / Atom / Nordkorea
26.05.2009 · 12:45 Uhr
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