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Die Insignien der Macht eines Ministerpräsidenten

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Stuttgart (dpa) - Zepter, Reichsapfel und Hofstaat sind schon lange out. Aber auch moderne Herrscher können sichtbare Zeichen ihrer Macht vorweisen: Dienstlimousine, Bodyguards und Villa im Grünen.

DIENSTWAGEN: Im «Daimler-Land» nimmt ein Ministerpräsident im bequemen Polster einer gepanzerten Mercedes S-Klasse Platz. Der neue Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) will aber ökologische Vernunft einziehen lassen und bald den Dienstwagen seines Vorgängers Stefan Mappus (CDU) mit über 500 PS und gewaltigem Spritdurst von gut 24 Litern auf 100 Kilometer umtauschen. Eine leichtere und schwächer motorisierte Limousine soll es sein, die nur etwa 10 Liter schluckt. Und möglichst bald will er auf einen noch sparsameren Dienstwagen umsteigen, der auch den Sicherheitsanforderungen genügen soll. «Da können die Daimler-Ingenieure mal so richtig zeigen, was sie drauf haben», heißt es in Kretschmanns Umgebung.

LEIBWÄCHTER: Anspruch auf Personenschutz haben der Ministerpräsident, der Innen- und der Justizminister. Alle drei gelten als potenziell gefährdet und werden - notfalls rund um die Uhr - von speziell geschulten Beamten bewacht. Der frühere Justizminister Ulrich Goll (CDU) verzichtet darauf und legte sich - viel kritisiert - zwei Schusswaffen zum eigenen Schutz und dem seiner Familie zu.

DIENSTWOHNUNG: Der Ministerpräsident kann eine landeseigene Villa gut acht Kilometer westlich vom Stuttgarter Zentrum im Grünen auf dem Gelände des Schlosses Solitude bewohnen. Er muss aber den stattlichen Mietpreis von mehreren tausend Euro monatlich aus eigener Tasche berappen. Dass Kretschmann in das zweigeschossige, repräsentative Gebäude einzieht, wird bezweifelt.

Regierung / Baden-Württemberg
12.05.2011 · 14:57 Uhr
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