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Die Hälfte der Deutschen sind für Wahlpflicht

Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen seit 1949.Großansicht
Berlin (dpa) - Eine gesetzliche Wahlpflicht findet bei den Deutschen laut einer Umfrage keine Mehrheit. 49 Prozent der Bundesbürger sind dagegen, wie eine Emnid-Befragung von 503 Deutschen über 14 Jahren im Auftrag der «Bild am Sonntag» ergab.

Allerdings lagen die Befürworter einer Pflicht zur Stimmabgabe mit zwei Prozentpunkten weniger nur knapp dahinter (47 Prozent). Kurz vor der Bundestagswahl sprach sich in den ostdeutschen Bundesländern eine Mehrheit von 52 Prozent für einen gesetzlichen Zwang aus, während es im Westen nur 46 Prozent waren.

Wie das Blatt weiter berichtet, sind Frauen eher dafür, zur Wahl gehen zu müssen (57 Prozent) - ganz im Gegensatz zu männlichen Deutschen, von denen sich nur 37 Prozent dafür begeistern können. Bei der Bundestagswahl 2005 hatte die Wahlbeteiligung einen historischen Tiefstand von 77,7 Prozent erreicht. In Belgien, Luxemburg und Griechenland gilt anders als in der Bundesrepublik eine Wahlpflicht - hier ist die Wahlbeteiligung regelmäßig höher als in anderen europäischen Ländern.

Wahlen / Bundestag / Stimmabgabe
26.09.2009 · 12:16 Uhr
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