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Die Buchstaben des Aufschwungs: V, W, U, L

Wiesbaden/Frankfurt (dpa) - Wann nimmt der Aufschwung Fahrt auf und wie stark wird er werden? Über diese Frage zerbrechen sich die Fachleute den Kopf. Um den Aufschwung zu veranschaulichen, greifen Ökonomen auf vier Buchstaben zurück. Dabei stehen U, V, W und L für folgende Szenarien:

V-Form: Die Wirtschaft stürzt ab und erholt sich genau so rasch wieder. Dies ist der übliche Verlauf im Konjunkturzyklus und die harmloseste Entwicklung. Dabei gilt die Faustregel: Je tiefer die Rezession, desto schneller ist sie auch zu Ende. Viele Ökonomen sprechen nach den jüngsten guten Zahlen von einem V-Aufschwung.

W-Form: Das V ist nur der erste Teil eines W. Dabei stürzt die Wirtschaft nach dem ersten Tief und einem Hoch schnell wieder in ein zweites Tief. Dieses Szenario prognostizieren die meisten Volkswirte. Wenn die staatlichen Konjunkturpakete 2010 auslaufen und die Arbeitslosigkeit steigt, könnte die deutsche Wirtschaft wieder schwächeln.

Für Deutschland unwahrscheinlich sind die Buchstaben U und L:

U-Form: Der Absturz der Konjunktur geht nicht so tief wie beim V, hält aber länger an. Die Wirtschaft schrumpft in diesem Fall über eine Durststrecke von vielen Quartalen.

L-Form: Dies ist das Horrorszenario: Die Konjunktur stürzt tief ab und bleibt über Jahre hinweg am Boden. Als Beispiel gilt die Große Depression Anfang der 30er Jahre. In jüngster Zeit erlebte Japan einen L-förmigen Aufschwung. Das Land stagnierte Anfang der 90er Jahre und kam nicht aus der Krise heraus.

Konjunktur / BIP
13.08.2009 · 12:38 Uhr
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