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Diakonie-Mitarbeiter sollen autistische Kinder misshandelt haben

Düsseldorf (dts) - In Düsseldorf sollen 17 Mitarbeiter eines Tochterunternehmen der zur Diakonie Rheinland gehörenden evangelischen Graf-Recke-Stiftung, ihre Schutzbefohlenen körperlich misshandelt haben. Ihnen werden Freiheitsberaubung und Nötigung zur Last gelegt, so Staatsanwalt Johannes Mocken am heutigen Dienstag. Mit "zweifelhaften Behandlungen" sollen die Mitarbeiter über Monate autistische und verhaltensauffällige Kinder gequält und diese auf Video aufgenommen haben. Die Aufnahmen seien "zum Teil sehr erschreckend", so Mocken. Die "Behandlungsmethoden" reichen von Einsperren und an Stühlen festbinden bis zum Essensentzug, wenn sich die autistischen Kinder zur Wehr gesetzt haben, die körperlichen Kontakt nur schwer ertragen können. Wie viele Kinder in der Einrichtung des evangelischen Sozialwerks betroffen sind, ist unklar. Bereits Mitte 2008 wurden nach Angaben des Unternehmens erste Vorwürfe bekannt, woraufhin die Geschäftsführung die betroffenen Mitarbeiter entlassen und Selbstanzeige erstattet hatte. Im Sommer letzten Jahres wurde dann Strafanzeige gestellt, nachdem weitere Vorwürfe bekanntgeworden waren. Die Arbeitsverhältnisse der verantwortlichen Angestellten seien inzwischen gekündigt.
DEU / Gesundheit / Kriminalität / Justiz
09.03.2010 · 19:35 Uhr
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