News
 

DGB-Chef droht neuer Regierung mit Protesten

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer warnt die zukünftige schwarz-gelbe Bundesregierungen vor Eingriffen in Arbeitnehmerrecht. (Archivbild)Großansicht
Berlin (dpa) - Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer hat der künftigen schwarz-gelben Bundesregierung bei Eingriffen in Arbeitnehmerrechte mit Protesten gedroht.

«Wenn nötig, sind wir durchaus fähig, Gegenwehr zu mobilisieren», sagte Sommer der «Süddeutschen Zeitung». Die Pläne der FDP seien «eine Kampfansage an die Gewerkschaften». Die Freidemokraten wollten den Kündigungsschutz lockern, Betrieben die Möglichkeit zum Unterlaufen von Tarifverträgen geben und Arbeitnehmer in den Aufsichtsräten auf ein Drittel zurückdrängen. Die Gewerkschaften würden «jedenfalls auf der Hut sein», sagte der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Mit Blick auf die volle EU-weite Freizügigkeit für Arbeitnehmer ab 2011 forderte er erneut einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn. Da Beschäftigte aus den neuen EU-Beitrittsländern in Deutschland dann nach den Entgelten ihrer Herkunftsländer entlohnt werden dürfen, werde dies «einen wahnsinnigen Druck auf die in unserem Land üblichen Löhne ausüben». Es gehe um die Existenz von von vielen hunderttausend Arbeitern, Angestellten und Handwerksbetrieben, sagte Sommer. Deshalb sei er «zuversichtlich, dass auch eine schwarz-gelbe Regierung hier nicht tatenlos zusehen, sondern eingreifen muss».

Gewerkschaften / Regierung
01.10.2009 · 10:49 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen