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DFB-Team dankt den Fans in Deutschland

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Berlin/Erasmia (dpa) - Der Jubel der Fans in Deutschland ist weit zu hören. «Man hat den Eindruck, es ist sogar noch mehr los als 2006», sagte Bundestrainer Joachim Löw der Nachrichtenagentur dpa im deutschen WM-Quartier in Südafrika.

Löw hat schon die Begeisterung des Sommermärchens im eigenen Land genossen. Mesut Özil war damals noch nicht dabei. Heute sagt er: «Ich weiß, wie unglaublich die Stimmung in Deutschland ist. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir Millionen Menschen glücklich machen können.»

Vor allem das Internet bringt die Nationalspieler und die Fangemeine einander näher als je zuvor. Die Entwicklung ist rasant. Schließlich ist es noch nicht so lange her, dass die Sympathiewerte der Nationalelf deutlich niedriger lagen und der Deutsche Fußball- Bund (DFB) Mühe hatte, Spiele im eigenen Land als ausverkauft zu melden. Viele Fans distanzierten sich vom «Rumpelfußball» alter Prägung. Doch spätestens seit der glänzenden Qualifikation und endgültig in Südafrika ist das Verhältnis wieder innig. Der Chat über die Homepage der Spieler ist intensiv.

Die Nähe zu den Fans dokumentierten die Nationalspieler vor ihrem Halbfinale gegen Spanien (20.30 Uhr) mit einer Dankesadresse «An unsere Fans in Deutschland». Alle hätten die tollen Bilder aus der Heimat gesehen. «Gänsehautbilder, für das gesamte Team», heißt es. «Hunderttausende auf den Fanmeilen, Millionen an den Fernsehschirmen, Emotionen in schwarz-rot-gold.» Das Land feiere eine friedliche Fußballparty. Auch wenn die Fans fast zehntausend Kilometer entfernt sind: «Eure Unterstützung trägt hier jeden einzelnen von uns.» Ihren eigenen Teamgeist mag die Mannschaft erweitern: «Wir alle sind ein Team. Und wir alle haben ein ganz großes Ziel. Gemeinsam können wir es schaffen.»

Der Trainerstab und die Teamleitung unterstützen das starke Interesse der Spieler am Geschehen zu Hause. Manager Oliver Bierhoff sagte der dpa: «Natürlich verfolgt die Mannschaft, was in Deutschland passiert. Wir haben deutsches Frühstücksfernsehen und Internet. Die Spieler wissen schon, dass sie in Deutschland einiges bewegt haben.» Positive Vergleiche wie Löw zieht auch Piotr Trochowski: «Auf Videos haben wir gesehen, was 2006 in Berlin los war und was jetzt wieder los ist.»

Verteidiger Arne Friedrich verlässt sich mehr auf seine Freundin. «Sie hat mir am Telefon viel berichtet.» Und Lukas Podolski meinte: «Durch Telefonate mit meiner Familie bekomme ich viel von der Euphorie in Deutschland mit. Die Begeisterung freut uns natürlich.»

Fußball / WM / Fans / Deutschland
07.07.2010 · 12:28 Uhr
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