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DFB-Chef Zwanziger setzt Werben um Löw fort

Jogi LöwGroßansicht
Pretoria (dpa) - DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sein Werben um Bundestrainer Joachim Löw fortgesetzt, aber noch keine Einigung mit dem Bundestrainer über eine Vertragsverlängerung erzielt.

«Es gibt keine Verabredungen, die wir je getroffen hätten. Aber die Chancen stehen gut, weil der Bundestrainer weiß, dass wir hinter ihm stehen», sagte Zwanziger am Freitag im ARD-Morgenmagazin. Die «Bild»-Zeitung hatte in ihrer Freitag-Ausgabe berichtet, dass Löw einen neuen Zweijahresvertrag bis zur EM 2012 erhalten soll

Offiziell will sich der 50-jährige Löw, der nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft mit seinem neuen, jungen Team die Bedingungen für eine Vertragsverlängerung maßgeblich bestimmen kann, mit den Details seiner Zukunftsplanung erst nach dem Turnier auseinandersetzen. «Erst nach der WM werde ich mich mit meiner Zukunft befassen», wiederholte Löw.

Doch nach dem erfolgreichen Turnier in Südafrika wächst nun der Druck auf die DFB-Bosse, eine Einigung mit Löw herbeizuführen. «Wir haben seit Jahren eine sehr gute Nachwuchsarbeit und exzellente Möglichkeiten für die Zukunft. Das sind Voraussetzungen, die einen ehrgeizigen Trainer wie Löw interessieren dürften», erklärte Zwanziger in dem ARD-Interview weiter.

Viele Zeichen deuten auf eine Verlängerung hin - zunächst bis zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. «Langfristige Verpflichtungen sind nicht so gut, auch aus wirtschaftlichen Erwägungen. Es ist vernünftig, immer von Turnier zu Turnier zu denken», sagte Zwanziger, der Löw schon im deutschen WM-Quartier in Erasmia den Roten Teppich ausgerollt hat. Laut «Bild» könne der Bundestrainer auch mit einer Aufstockung seines derzeitigen Gehaltes von geschätzten 2,5 Millionen Euro jährlich rechnen.

Die Verlängerungsverhandlungen zwischen der sportlichen Leitung um Löw und der Verbandsspitze waren zu Jahresbeginn mit viel Getöse und unter gegenseitigen Schuldzuweisungen geplatzt. Selbst Bierhoff, dessen Zukunft beim DFB nach den Querelen mit Zwanziger und DFB- Generalsekretär Wolfgang Niersbach schon beendet schien, ist wieder im Rennen. «Oliver Bierhoff ist immer einer meiner großen Vertrauten gewesen. Und es ist Fakt, was wir beide schon fünfmal gesagt haben: Was im Februar passiert ist, ist ausgeräumt, ist abgehakt. Unser Verhältnis ist intakt», sagte Zwanziger

Im Anschluss an die WM, die die deutsche Nationalmannschaft am Samstag in Port Elizabeth mit dem «kleinen Finale» gegen Uruguay abschließt, wird Löw erst das Gespräch mit Bierhoff und seinem Trainerstab suchen, bevor er mit der DFB-Spitze verhandelt und seine Zukunft endgültig festlegt. Ende Juli möchte Zwanziger einen neuen Löw-Kontrakt vom DFB-Präsidium absegnen lassen. Denn bereits am 11. August steht gegen Dänemark in Kopenhagen das erste Länderspiel der Nationalmannschaft nach der WM an.

Fußball / WM / Deutschland / Spanien
09.07.2010 · 10:15 Uhr
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