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Deutschland und Frankreich nehmen S&P-Ankündigung «zur Kenntnis»

Berlin (dpa) - Deutschland und Frankreich haben den negativen Ausblick der US-Ratingagentur Standard & Poor's für Deutschland und weitere 14 Länder der Eurozone «zur Kenntnis» genommen.

Das teilten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy am späten Montagabend in einer in Berlin verbreiteten gemeinsamen Erklärung mit.

«Deutschland und Frankreich bekräftigen ihre Überzeugung, dass die heute von beiden Regierungen gemeinsam gemachten Vorschläge die haushalts- und wirtschaftspolitische Koordinierung der Eurozone stärken und so Stabilität, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum fördern werden», hieß es in der Erklärung, die das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung veröffentlichte.

«Deutschland und Frankreich sind solidarisch in ihrer Entschlossenheit, gemeinsam mit ihren europäischen Partnern und den europäischen Institutionen alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um die Stabilität der Eurozone zu gewährleisten.»

Die Ratingagentur S&P senkte den Ausblick für Deutschland und weitere 14 Länder der Eurozone am Abend auf «negativ». Deutschland läuft damit Gefahr, seine Topbonität «AAA» zu verlieren.

Merkel und Sarkozy hatten am Nachmittag in Paris eine rasche Verschärfung der Euro-Spielregeln vereinbart, um die Stabilität der Währung zu sichern. Beim EU-Gipfel Ende dieser Woche sollen nach ihrem Willen die Weichen für die nötige Änderung der EU-Verträge gestellt werden. Bis März 2012 sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein.

EU / Finanzen / Rating
05.12.2011 · 23:05 Uhr
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