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Deutschland lässt höhere EU-Klimazusagen offen

Bundesumweltminister Norbert Röttgen im Plenarsaal des Bella Centers in Kopenhagen.Großansicht
Kopenhagen (dpa) - Deutschland schließt angesichts der kritischen Lage beim UN-Klimagipfel weitergehende Zusagen der Europäischen Union für die Senkung von Treibhausgasen nicht aus.

«Die EU und auch ich persönlich haben ja immer gesagt, dass wir die Bewegungsbereitschaft, die wir haben, von 20 auf 30 Prozent zu gehen, in diese Verhandlungen einbringen wollen», sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Donnerstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa in Kopenhagen. Dies könne ein Beitrag sein, um Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. «Dabei bleibe ich auch.»

Die EU hat bisher angeboten, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) ohne Bedingungen bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Dieses Ziel soll auf 30 Prozent erhöht werden, wenn andere Länder vergleichbare Anstrengungen signalisieren. Die Europäer fordern allerdings mehr Beiträge von den USA und China. Die Klimakonferenz in Kopenhagen war am Donnerstag in eine kritische Phase gekommen.

«Vielleicht wird das, was wir uns als Reserve erhalten haben an Bewegung, in diesen Stunden noch besonders wichtig werden», sagte Röttgen. Er nannte aber keine weiteren Details. «Es ist ja von 20 auf 30 Prozent CO2-Reduzierung ein großer Schritt.» Dieser Beitrag sei im Angebot der EU, um für mehr Bewegung zu sorgen. «Das ist eine - nicht nur in der Sache, sondern auch für die Verhandlungsdynamik der EU - wichtige Position, über die in den nächsten Stunden sicher noch zu sprechen sein wird.»

UN / Klima / Gipfel
17.12.2009 · 13:44 Uhr
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