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Deutschland beim Computer-Einsatz in Schulen auf letztem Platz

Berlin (dts) - Auch nach Jahren der Anstrengung schneidet Deutschland beim Einsatz digitaler Medien in Schulen schlecht ab. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Initiative D21 und TNS Infratest, die der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe) exklusiv vorliegt. "Obwohl Deutschland eine der stärksten Wirtschaftsnationen ist, sind wir, wenn es um digitale Medien in der Schule geht, Letzter im OECD-Vergleich", sagte Hannes Schwaderer, D21-Präsident und Deutschlandchef beim Chiphersteller Intel, der WELT. "In Ländern wie Ungarn, Dänemark oder die Niederlande klappt das besser." Tatsächlich beurteilten nur vier Prozent der befragten Eltern den Einsatz von Computern in Schulen als ausgezeichnet. Zwei Drittel sehen der Studie zufolge dagegen deutlichen Verbesserungsbedarf. Nur in einer von zehn Schulen habe jeder Schüler im Unterricht Zugriff auf einen Computer. Und nur bei jedem dritten Schüler kommt der Computer mindestens einmal pro Woche im Unterreicht zum Einsatz. Bei 30 Prozent wird der Computer im Unterricht überhaupt nicht genutzt. Lediglich das Unterrichtsfach Informatik bildet dabei eine Ausnahme. Dabei halten zwei Drittel aller Eltern die Vermittlung des Umgangs mit Computern für wichtig oder äußerst wichtig für die persönliche Entwicklung des Kindes. Drei Viertel der Befragten sehen die Kultusministerien und die Schulleitung in der Pflicht, gefolgt von den Schulträgern und den politischen Entscheidungsträgern. Nur jeder zweite Befragte spricht den Lehrern die Verantwortung für Verbesserungen zu.
DEU / Bildung / Computer / Telekommunikation
17.01.2010 · 16:11 Uhr
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