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Deutsche Taliban-Kämpfer bekennen sich zu Anschlägen

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Hamburg/Berlin (dpa) - Deutsche Taliban-Kämpfer haben sich nach Informationen von «Spiegel Online» erstmals zu tödlichen Anschlägen in Afghanistan bekannt.

Die «Deutschen Taliban-Mudschahedin», eine militante Gruppierung unter dem Kommando der radikalislamischen Taliban, brüsten sich dem Bericht zufolge in einem Video damit, ein afghanisches Militärcamp und eine afghanisch-amerikanische-Basis in der Provinz Paktika angegriffen zu haben.

Im Bundesinnenministerium in Berlin hieß es, dass regelmäßig eine mediale Verwertung von Anschlägen gegen die internationalen Kräfte in Afghanistan und entsprechende propagandistische Mobilisierungsaufrufe erfolgten. «Dies stellt insoweit noch keine Besonderheit dar.» Die Sicherheitsbehörden nähmen jeden einzelnen der Fälle wie auch den aktuellen ernst und prüften ihn eingehend.

In dem Film, der auf einer Dschihadisten-Website veröffentlicht worden sein soll, treten nach Angaben von «Spiegel Online» fünf Deutsch sprechende Kämpfer auf, ein weiterer Mann spreche Englisch. Außerdem sei ein unvermummter Kämpfer zu sehen, bei dem es sich möglicherweise um den Saarländer Eric Breininger handelt, der seit Jahren in Afghanistan vermutet wird. Das Video werde derzeit vom Bundesamt für Verfassungsschutz ausgewertet.

Terrorismus
13.04.2010 · 22:36 Uhr
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