Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Staatsanleihen tendieren am Nachmittag deutlich fester. Der Bund-Future gewinnt derzeit 0,45 Prozent auf 140,18 Punkte, während der Bobl-Future derzeit bei 125,07 Zählern (+0,21 Prozent) notiert. Der Schatz-Future wird derzeit bei 110,64 Punkten (+0,04 Prozent) gehandelt.
Nachdem die deutschen Rentenpapiere am Vortag angesichts des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm ESM deutliche Abschläge hinnehmen mussten, können sich die als "sicherer Hafen" geschätzten Rentenpapiere derzeit erholen. Schwache US-Konjunkturdaten hatten am Nachmittag für weiteren Auftrieb bei deutschen Rentenpapieren gesorgt. Derzeit warten die Marktteilnehmer gespannt auf die am Abend anstehende Leitzinsentscheidung der Fed. Derzeit gibt es Spekulationen über weitere geldpolitische Lockerungen seitens der US-Notenbank.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 8. September 2012 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 15.000 auf 382.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 369.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 365.000 auf 367.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt kletterte um 3.250 auf 375.000 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung. Daneben haben sich die US-Erzeugerpreise im August 2012 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Binnen Monatsfrist zogen die Preise um 1,7 Prozent an. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen um 1,2 Prozent bzw. 0,2 Prozent prognostiziert. Im Juli waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent gestiegen. Für die Kernrate war im Juli ein Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnet worden.
Am Abend steht außerdem die mit Spannung erwartete Leitzinsentscheidung der US-Notenbank an. Gute Konjunkturmeldungen lösen an den Rentenmärkten in der Regel bei steigenden Renditen fallende Kurse aus. (13.09.2012/ac/n/m)