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Deutsche Soldaten nahe Kundus beschossen

Deutsche Bundeswehrsoldaten warten im Feldlager Kundus auf das Ausrücken ihrer Einheit.Großansicht
Berlin/Kundus (dpa) - Bei Gefechten in der nordafghanischen Provinz Kundus sind am Samstagabend deutsche Soldaten beschossen worden. Die Sicherungskräfte, die unverletzt blieben, seien rund 15 Kilometer südwestlich ihres Stützpunktes mit Handfeuerwaffen und Panzerabwehrwaffen angegriffen worden.

Dies teilte die Bundeswehr auf ihrer Internet-Seite mit. Sie erwiderten demnach das Feuer. Der «Spiegel» berichtet indes von schweren Mängeln bei der Ausrüstung der Bundeswehr in Afghanistan. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wies den Bericht als nicht nachvollziehbar zurück.

Das Magazin schreibt unter Berufung auf interne Berichte des Ministeriums, mehr als die Hälfte der rund 700 geschützten Fahrzeuge am Hindukusch sei zeitweise nicht einsatzbereit. Wegen eines Mangels an Ersatzteilen müssten sogar «Transall»-Transportflugzeuge ausgeschlachtet werden. Für Hubschrauber gebe es nicht genug Piloten, für die Übertragung geheimer Informationen fehlten geeignete Computer und Funkgeräte.

Der Sprecher des Ministeriums sagte hingegen, die Bundeswehr habe derzeit mehr als 870 geschützte Fahrzeuge in Afghanistan, die in den vergangenen Wochen zu 86 Prozent einsatzbereit gewesen seien. Auch die «Transall»-Maschinen seien in den vergangenen sechs Monaten zu mehr als 80 Prozent einsatzbereit gewesen. Der Einsatz sei mit den vorhandenen Mitteln ausführbar.

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
30.08.2009 · 10:23 Uhr
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