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Deutsche in Jakarta: Es ist bitter

Jakarta (dpa) - Die Bevölkerung von Jakarta ist über die jüngsten Terroranschläge entsetzt. «Alle sind verzweifelt und fragen sich, warum muss so etwas jetzt passieren?» sagte Sonja Drexl-Trautmann in einem Interview dem dpa-Audiodienst Rufa.

Die 35-Jährige lebt seit zweieinhalb Jahren in der Metropole und leitet dort die Rechtsabteilung der deutsch-indonesischen Industrie- und Handelskammer. «Es ist schon sehr bitter.»

Panik hat sie unter ihren indonesischen Kollegen nicht ausgemacht, Hektik bei den Sicherheitskräften auch nicht. «Es geht zu meiner eigenen Überraschung alles relativ ruhig hier ab», sagte die Münchnerin, die direkt neben dem Marriott wohnt. Nach den Präsidentenwahlen vor zwei Wochen habe es Gerüchte gegeben, dass etwas passieren könne, sagte Drexl-Trautmann. Deshalb seien die Einheimischen nicht völlig überrascht gewesen.

Angst hat die Juristin nach den Anschlägen nicht. «Überhaupt nicht», sagte sie. «Jakarta ist eine sehr sichere Stadt; ich glaube, da sind andere Städte - auch in Deutschland - wesentlich gefährlicher.»

Drexl-Trautmann sieht auch in dem Anschlag nicht den Anfang einer gefährlichen Kampagne. «Ich sehe keine erhöhte Gefahr und würde Freunden und Verwandten jetzt nicht davon abraten, nach Jakarta zu kommen, das wäre übertrieben.»

Terrorismus / Indonesien
17.07.2009 · 13:23 Uhr
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