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Deutsche Behörden weiten Ermittlungen wegen Dubai-Mord aus

Köln/Dubai (dts) - Im Fall des in Dubai getöteten Hamas-Führers Mahmud al-Mabhuh ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft jetzt auch wegen des Verdachts auf Mord. Zudem ermittelt auch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Der Bundesnachrichtendienst geht davon aus, dass der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hinter dem Attentat vom 19. Januar steckt. Einer der mutmaßlichen Agenten beantragte unter dem Namen Michael Bodenheimer im Frühjahr 2009 einen deutschen Pass beim Bundesverwaltungsamt in Köln. Er berief sich auf die Verfolgung seiner Eltern in der Nazi-Zeit. Den Einbürgerungsantrag ließ Bodenheimer über eine deutsche Rechtsanwaltskanzlei stellen. Bodenheimer benutzte den Pass bereits am 8. November 2009, als er schon einmal von Frankfurt nach Dubai flog. Die deutschen Ermittler vermuten, dass es sich dabei entweder um einen Probelauf handelte oder um einen fehlgeschlagenen Versuch, den Hamas-Mann zu liquidieren. Nach den Enthüllungen von Dubai sieht die Hamas kaum noch Chancen auf eine Freilassung des von ihr verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalit. Der Führer der Hamas im Gaza-Streifen, Mahmud al-Sahar, erklärte im Interview mit dem "Spiegel" die Verhandlungen für gescheitert. "Ich stehe als Unterhändler nicht mehr zur Verfügung", sagte Sahar.
DEU / VEA / Terrorismus / Kriminalität
27.02.2010 · 10:32 Uhr
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