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Deutsche Bank sieht keine Beweise für Gefahr durch Agrarrohstoff-Spekulationen

Frankfurt/Main (dts) - Die Deutsche Bank scheint den Handel mit Agrarrohstoffen nach wie vor wenig kritisch zu sehen. Das geht laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aus einer Stellungnahme ihres Chefvolkswirts, David Folkerts-Landau, vor dem Entwicklungsausschuss des Deutschen Bundestags Ende Juni hervor. Es gebe kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung, dass die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten zu Preissteigerungen oder -schwankungen geführt habe, sagte Folkerts-Landau vor den Abgeordneten.

Die Bank wurde zuletzt immer wieder für ihre Spekulationsgeschäfte mit Soja, Weizen oder anderen Agrarrohstoffen kritisiert, unter anderem von der Verbraucherorganisation Foodwatch. Ex-Bank-Chef Josef Ackermann versprach daraufhin, eine Studie über die Auswirkungen von Nahrungsmittelspekulationen vorzulegen. Bis dahin werde man "keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf der Basis von Grundnahrungsmitteln auflegen". Foodwatch kritisiert deshalb das "Doppelspiel" der Bank: Öffentlich gebe sie sich nachdenklich. Aber eigentlich wolle man weiter machen wie bisher. Die Deutsche Bank kommentierte die Einlassungen von Folkerts-Landau nicht und teilte nur mit, dass man bis zum Abschluss der Untersuchung in diesem Bereich besonders sorgsam agieren werde.
DEU / Finanzindustrie / Nahrungsmittel
08.07.2012 · 08:00 Uhr
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