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Deutsche Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer fordert europäischen Währungsfonds

Frankfurt/Main (dts) - Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, fordert die schnelle Schaffung eines mit umfassenden Vollmachten ausgestatteten Europäischen Währungsfonds. Die aktuelle Krise um die griechischen Staatsfinanzen zeige, dass Europa das notwendige Instrument zur Bewältigung solcher Krisen fehle. Gegenüber der Tageszeitung "Die Welt" sagte Mayer, er fürchte, "dass die Währungsunion zerbricht oder zur Inflationsgemeinschaft wird, wenn das Griechenland-Problem und seine möglichen Folgen nicht vernünftig gehandhabt werden". In der aktuellen Krise könnten "weder die Europäische Zentralbank noch die EU-Kommission noch sonst jemand in der EU die Griechen zwingen, im Ausgleich für Hilfe notwendige Reformen durchzuführen", so Mayer weiter. Der Chefvolkswirt sagte der Euro-Zone mittel- und langfristig steigende Inflation voraus. Historisch sei Inflation eine unausweichliche Folge schwerer Krisen. Diese könne bei fünf Prozent oder einer "anderen Zahl im einstelligen Bereich" liegen.
DEU / Finanzindustrie
21.01.2010 · 19:33 Uhr
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