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Deutsche Bahn verteidigt Finanzierung des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm

Berlin (dts) - Die Deutsche Bahn (DB) weist die am Mittwoch in einer Vorabmeldung des "Stern" gemeldeten Spekulationen über unkontrollierte Kosten bei der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm als falsch und nicht nachvollziehbar zurück. Es werde zum wiederholten Male ein Versuch unternommen, mit unsachlichen Darstellungen Stimmung gegen das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm zu machen, geht aus einer Presseerklärung des DB-Konzerns hervor. Der "Stern" hatte berichtet, dass allein beim Bau von zwei Tunnels, die hinauf auf die Schwäbische Alb gebohrt werden sollen, Mehrkosten in Höhe von circa 280 Millionen Euro zu verzeichnen sein sollen.

Die Deutsche Bahn hatte im Juli dieses Jahres auf Basis ihrer Entwurfsplanung eine aktualisierte Kostenrechnung für Wendlingen-Ulm vorgestellt. In die Entwurfsplanung waren exakte Daten über Mengen und Preise sowie Gewerke und geologische Verhältnisse eingeflossen, die eine präzise Berechnung der zu erwartenden Baukosten ermöglichten, hält die Bahn nun dagegen. Danach belaufen sich die Kosten für die Neubaustrecke auf 2,89 Milliarden Euro. Aus Bahn-Sicht bestehe über die Gesamtfinanzierung der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm kein Zweifel. Vor diesem Hintergrund von Finanzierungsrisiken zu sprechen, wäre reine Stimmungsmache. Auf Basis der überarbeiteten Kostenkalkulation für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm werde die Finanzierungsvereinbarung zwischen Bahn und Bund fortgeschrieben und mit dem Eisenbahn-Bundesamt abgestimmt. Aufgrund der unterschiedlichen Bearbeitungsstände in den verschiedenen Planfeststellungs-Abschnitten war es nun zu einer zeitlichen Überschneidung von Anträgen zur sogenannten finanzielle Baufreigabe für einzelne Abschnitte mit der laufenden Aktualisierung der Finanzierungsvereinbarung gekommen. Die Gesamtfinanzierung auf Basis der bestehenden Verträge sowie die Terminplanung für die Neubaustrecke sei davon unberührt. Von einem Offenbarungseid, wie in der aktuellen Meldung des "Stern" behauptet wird, könne keine Rede sein, so die DB in der am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.
DEU / Unternehmen / Zugverkehr
17.11.2010 · 16:07 Uhr
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