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Deutsche Aktien steigen

Frankfurt (dpa) - Gestützt von der Zustimmung des Bundestages zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag weiter zugelegt. Der Leitindex Dax kletterte bis auf 5704 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Anfang September.

Er behauptete zum Schluss noch ein Plus von 1,10 Prozent auf 5639,58 Punkte. Seit dem Zwischentief am vergangenen Freitag gewann der Index der 30 größten deutschen Aktienwerte zeitweise fast 15 Prozent. Der MDax mittelgroßer Werte schloss 1,02 Prozent höher bei 8635,45 Punkten. Der TecDax verlor dagegen belastet von Verlusten bei einigen Schwergewichten 0,64 Prozent auf 681,88 Punkte.

«Die Tagesbewegung im Dax ist bezeichnend für die weiterhin unsichere Situation», sagte Analyst Gregor Kuhn von IG Markets. Die Zustimmung des Bundestages zur Aufstockung des Euro-Rettungsfonds habe den Index zunächst auf sein Tageshoch geschoben, bevor die Gewinne mit der Eröffnung der US-Börsen schnell wieder abgeschmolzen seien. Positiv hätten auch die überraschend guten Daten vom Arbeitsmarkt sowohl in Deutschland als auch in den USA gewirkt.

Die wegen der Krisen zuvor arg gebeutelten Finanzwerte erholten sich wie schon zu Wochenbeginn weiter. Die Titel der Commerzbank stiegen an der Dax-Spitze um 4,69 Prozent auf 2,007 Euro, die Anteile am größten Versicherer Allianz standen dem mit plus 4,02 Prozent kaum nach. Der europäische Branchenindizes für Banken und Versicherer notierte mit einem Anstieg von jeweils 2,5 Prozent das größte Plus aller Sektoren. Im vorderen Dax-Drittel fanden sich auch die Papiere der Lufthansa mit plus 2,54 Prozent auf 10,110 Euro. Die Bundesregierung springt den Fluggesellschaften bei der Einführung des Emissionshandels zur Seite und will eine wettbewerbsneutrale Lösung.

Zu den schwächsten Dax-Werten zählten die Titel von K+S. Sie sackten nach Zahlen des Konkurrenten Mosaic um 3,00 Prozent auf 41,655 Euro ab. Schlusslicht in den Index waren aber die Aktien von Adidas mit einem Abschlag von 4,11 Prozent auf 46,240 Euro. Werbung für Sportschuhe, die angeblich schon beim Gehen Beine und Po straffen sollen, wird für Reebok in den USA teuer. Die Adidas-Tochter einigte sich mit der Handelsbehörde auf 25 Millionen Dollar Strafe, um den Vorwurf irreführender Werbung aus der Welt zu schaffen. Vossloh verloren im MDax nach einer erneuten Gewinnwarnung um 9,75 Prozent.

Der EuroStoxx 50 stieg um 1,64 Prozent auf 2212,44 Punkte auf ein Vier-Wochen-Hoch. In Paris gewann der CAC 40 gut ein Prozent, während der Londoner «Footsie» fast ein halbes Prozent verlor. In New York stand der Dow Jones zum Handelsschluss in Europa 1,70 Prozent höher.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,73 (Vortag: 1,74) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,09 Prozent auf 129,47 Punkte. Der Bund Future sank um 0,29 Prozent auf 135,27 Punkte. Der Eurokurs kletterte am Abend wieder auf 1,3644 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3615 (1,3631) Dollar gesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7345 (0,7336) Euro.

EU / Finanzen / Börsen / Effekten
29.09.2011 · 18:19 Uhr
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