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Der Mann, auf den die Welt schaut: Kumpel Ávalos

Bergwerk San José (dpa) - Florencio Àvalos war in den vergangenen Wochen der Kumpel hinter der Videokamera - jetzt steht er selbst im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit: Der 31-Jährige sollte als erster der 33 Bergleute aus den Tiefen der San-José-Mine an die Oberfläche geholt werden. Der Chilene ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitete als Schichtführer unter Tage. Auch sein jüngere Bruder Renán gehört zu den Bergleuten, die am 5. August in fast 700 Metern Tiefe verschüttet wurden.

«Der Ältere hat immer den Jüngeren beschützt, und eigentlich hat er Renán zu der Arbeit in der Mine gebracht», sagt der Onkel der beiden Bergleute, Wilson Ávalos. Der Umgang mit der Kamera war Florencio schon vorher vertraut. Er habe schon immer gerne fotografiert, berichtete der Vater Alfonso. Und so drehte der 31- Jährige unter Tage die Filme für die Angehörigen, während sein Kollege und Leidensgefährte Mario Sepúlveda in den Botschaften aus der Tiefe als eloquenter Moderator auftrat.

Florencio Àvalos wird zwar als zurückhaltend beschrieben. Doch gab der glühende Fußballfan und Anhänger des Fußballclubs Universidad de Chile (Santiago) einmal unter Tage kurz die Bescheidenheit auf, als es darum ging, ein Autogramm-Trikot zu ergattern, das die chilenische Nationalelf den Kumpel hatte zukommen lassen.

Notfälle / Chile
13.10.2010 · 06:43 Uhr
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