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Der Internationale Sportgerichtshof CAS

Hamburg (dpa) - Der Internationale Sportgerichtshof CAS urteilt seit 25 Jahren als letzte Instanz bei Streitfällen im Sport. Grundlage des «Court of Arbitration for Sport», kurz CAS, in Lausanne sind vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) geschaffene Statuten.

1995 wurde der CAS nur in 13 Fällen angerufen. Inzwischen haben die 272 Richter aus 78 Ländern, darunter zwölf aus Deutschland, alle Hände voll zu tun: 2008 stieg die Zahl auf 318 Verfahren. Damit stößt der CAS mit seinen 18 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von 7,9 Millionen Schweizer Franken (rund 5,17 Millionen Euro) an seine Kapazitätsgrenze.

Kritiker bemängeln, dass bei den Schiedsverfahren bis zu einem Jahr bis zum Urteil vergehen kann. Nachdem sich der Leichtathletik- Weltverband IAAF (2001) und der Fußball-Weltverband FIFA (2002) erst nach langem Zögern der CAS-Gerichtsbarkeit unterwarfen, haben zuletzt auch Rugby und die Formel 1 den CAS zumindest in Doping-Fällen als letzte Rechtsinstanz anerkannt.

Allerdings geht es nur bei 30 Prozent der Fälle um Doping. Die Richter müssen sich zu 60 Prozent mit Rechtsfragen im Fußball - meist geht es um Transferstreitereien oder Spielberechtigungen - beschäftigen. In den restlichen zehn Prozent stehen kommerzielle Dispute wie Fernseh- und Sponsorenverträge zur Prüfung an.

Eisschnelllauf / Doping / Pechstein / CAS
06.08.2009 · 12:22 Uhr
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