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Demonstrationen auf Teherans Straßen halten an

Teheran (dts) - Hunderte Menschen haben sich heute auf dem "Haft-e Tir"-Platz in Teheran versammelt, um weiter gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 12. Juni zu demonstrieren. Die Streitkräfte der iranischen Armee versuchten dabei gemeinsam mit der "Basij"-Miliz, einer regierungstreuen paramilitärischen Einheit, die aufgebrachte Gruppe zu zerschlagen. Dabei wurden offenbar mehrere Demonstranten verhaftet. Die Stimmung sei nach Augenzeugenberichten sehr angespannt gewesen. Zudem sorgten Berichte iranischer Medien für Verwirrung, wonach der Wächterrat Unregelmäßigkeiten bei der Wahl festgestellt hat. Dabei hieß es, dass es in 50 Städten zu Manipulationen gekommen sein soll. Der Wächterrat selbst wies diese Auffassung jedoch zurück und ließ verlauten, dass die Behauptung auf die unterlegenen Kontrahenten Mahmud Ahmadinedschads zurückzuführen sind. Derweil hat die britische Regierung angeordnet, dass alle Familienangehörigen ihrer Botschafter aus dem Iran ausreisen müssen. Die Familien sollen demnach erst zurückkehren, wenn sich die Lage wieder verbessert hat. Eine regierungstreue Zeitung, die sich auf Aussagen der iranischen Regierung beruft, hatte berichtet, das iranisch-englische Verhältnis sei derzeit auf dem "Prüfstand", da England sich in die "Unruhen nach der Präsidentschaftswahl eingemischt habe". Daraufhin hat das englische Außenministerium auf seiner Website von allen Reisen in den Iran abgeraten, die nicht unbedingt nötig sind.
Iran / Demonstration / Präsidentschaftswahl
22.06.2009 · 22:39 Uhr
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