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Defizit des Bundes mehr als verdreifacht

Das Defizit des Bundes hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht.Großansicht
Wiesbaden (dpa) - Sinkende Steuereinnahmen und steigende Ausgaben haben das Defizit des Bundes im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht.

Im Kernhaushalt des Bundes - er umfasst alle Ausgaben und Einnahmen, die nicht in Extrahaushalten geführt werden - klaffte eine Lücke von 37,2 Milliarden Euro - 25,4 Milliarden mehr als 2008. Dabei seien die mit der Finanz- und Wirtschaftskrise verbundenen Belastungen wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds noch gar nicht eingerechnet, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag. Zahlen über die Extrahaushalte gibt es erst Ende März.

Die Ausgaben im Kernhaushalt des Bundes stiegen im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf 319,8 Milliarden Euro, während die Einnahmen um 3,5 Prozent auf 282,6 Milliarden Euro sanken. Hauptgrund für den Rückgang waren nach Angaben der Statistiker stark rückläufige Einnahmen bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer.

Die Kernhaushalte der Länder wiesen 2009 ein Defizit von 25,8 Milliarden Euro auf - 2008 hatten die Länder noch einen leichten Überschuss von 0,6 Milliarden Euro verzeichnet. Die Ausgaben der Länder stiegen auf 285,6 Milliarden Euro; Hauptgrund für den Anstieg um 4,3 Prozent war der Statistik zufolge die Rettung der Bayerischen Landesbank durch das Land Bayern. Auch die Länder verzeichneten einen starken Rückgang ihrer Einnahmen - vor allem bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer - um 5,4 Prozent auf 259,7 Milliarden Euro.

Finanzen
09.03.2010 · 11:15 Uhr
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